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Roy L.

Kiss The Anus Of A Black Cat

"If The Sky Falls, We Shall Catch Larks"


Kiss The Anus Of A Black Cat
Genre: Folk (-Rock)
Verlag: (K-RAA-K)³
Erscheinungsdatum:
März 2005
Medium: CD
Preis: ~12,00 €
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Lest we forget: bereits vor über einem Jahr wurde "If The Sky Falls, We Shall Catch Larks" aufgenommen und veröffentlicht, und unsererseits bei dieser Gelegenheit leider ziemlich versäumt. Nun ja, die Wege des Herrn sind unergründlich und manchmal dauert es eben auch bei uns etwas länger, bis die ein oder andere Perle aus dem Morast der Neuerscheinungen gefischt ist und dann geradenwegs ins Abspielgerät wandert. Selbiges hat der Silberling dann auch für einige Zeit bewohnt und dabei einen erstaunlichen Eindruck hinterlassen. Aber, worum geht's eigentlich? 
KISS THE ANUS OF A BLACK CAT - wer sich so einen originellen Bandnamen einfallen lässt, hat es naturgemäß schwer, musikalisch genauso spektakulär zu wirken. Der Terminus ist übrigens zuhöchst mittelalterlich und verweist allegorisch darauf, dass verdächtige Scheiterhaufenkandidaten sich damals mit dieser Aussage kopfüber zur Häresie bekannt haben. Hinter dieser also gar nicht mal so lasziven Geschichte steckt der Belgier Stef'anus' Heeren, ein multi-talentierter Musiker und Instrumentenbauer, der seine ersten musikalischen Schritte in einer unbekannteren Punkband getan hat. Früher oder später ist Monsieur Stef Heeren dann glücklicherweise zum Folk bekehrt worden - glücklicherweise, weil hier der Meister diversester Saiten sozusagen ab ovo Ausflüge ins Virtuose unternimmt. So ist denn "If The Sky Falls, We Shall Catch Larks", seine tatsächlich allererste Solo-Arbeit, ein Werk voller akustisch kraftstrotzender Exzesse geworden, das mit allen nur denkbaren, größtenteils exotischen Saiteninstrumenten die Resonanz des Zirpens und Schraddelns aufregend zelebriert. In den vier durchweg niveauvollen Stücken bekommt man von unterschwelligen Harmonium-Drones, treibenden Akustikgitarren, fernöstlich gezupften Verzückungen, Tanbura- und Shruti-Box Klängen, rituellen Melodiezirkeln bis zu psychedelischen Tauchgängen zumeist gleichzeitig das volle Acid-Folk Programm serviert. Und das ist nicht gerade ein leicht verdauliches Häppchen, obwohl, Spaß macht es natürlich schon und äußerst delikat hört sich das ganze auch an. Man stelle sich CURRENT 93 zur "Earth Covers Earth" - Zeit mit etwas mehr spiritueller Wut im Bauch und einem Schuss Genialität GODSPEEDscher Kompositionsstrukturen vor, aber das wäre dann doch allzu simplifizierend. Einige Passagen - vor allem der meterhohe Höhepunkt des beinahe zwanzigminütigen, dreigeteilten "Sighing, Seething, Soothing", der von einem dronigen Glockenambiente und sonoren Klavierverfärbungen beschwörerisch und ausgedehnt vorbereitet wird - erwecken den Eindruck, gebetsmühlenartiger Zirkulierungen entsprungen zu sein und tatsächlich, Stef Heeren gibt preis, dass seine Musik auch als schamanistische Versenkung interpretiert werden dürfe. Ein großes Maß an Inspiration schöpfte er aus traditionellen indianischen und indischen Mantras und deren Rhythmik, was überdeutlich in die eigenen Kompositionen eingeflossen ist und dort zusammen mit einer großzügigen Portion westlicher "Songhaftigkeit" zu einem bemerkenswerten Exempel interessanten, wirklichen (Neo!-)Folks verschmelzen konnte. Was dieses Album allerdings mehr als alles andere ausmacht und es zu einem fesselnden Hörerlebnis werden lässt, das ist der stets vordergründige, kehlige Gesang, der in seiner Aufrichtigkeit und Schwärze dem eines Tony Wakeford, in seiner visionär-apokalyptischen Exzentrik dem eines David Tibet durchaus nahe kommt, so dass wir uns am Ende fast schon wieder in "Dark Folk"-Kreisen bewegen. Jedoch ist KISS THE ANUS OF A BLACK CAT weitaus belebter, intuitiver, und dank seiner immensen Ethno-Einflüsse auch inspirierter, feuriger als vieles, was die unsrige Szene zur Zeit hergibt. Ein erfrischendes Album, das in seinen knapp vierzig Minuten keine unnötigen Füllsel oder langatmigen Stellen enthält und neugierig darauf macht, was uns demnächst noch alles in Sachen Folk aus Belgien bevorsteht.

 
Roy L. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» Kiss The Anus Of A Black Cat
» (K-RAA-K)³

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Zusammenfassung
Debüt eines eigentümlich betitelten, neuen Projekts aus Belgien. Ein erfrischendes Werk voller akustisch kraftstrotzender Exzesse, das in seinen knapp vierzig Minuten keine unnötigen Füllsel enthält und mit seinen diversen Saiteninstrumenten und dem ausdrucksstarken Gesang düsteren Acid-Folk bietet.

Inhalt
Sevenfold
Nihil, As In Nihilism
Sighing, Seething, Soothing
Almost, Silver

39min

K048 | Foldout-Pappcover
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