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Tony F.

AINULINDALE: Nevrast


AINULINDALE: Nevrast
Genre: Neofolk
Verlag: Ainulindale
Erscheinungsdatum:
März 2014
Medium: CD / DVD
Preis: ~14,00 €
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Die Bands, die sich auf die Werke von J.R.R. TOLKIEN beziehen, sind ja durchaus nicht wenige. Eine davon nennt sich AINULINDALE und ist das Projekt des Franzosen THOMAS REYBARD, der zudem das Metal-Projekt VEHEMENTER NOS betreibt. Da der TOLKIEN-Bezug offensichtlich ist, wird es Fans somit natürlich nicht schwerfallen, an allen Ecken und Enden TOLKIEN-Bezüge zu entdecken. Der Name AINULINDALE bezieht sich zum Beispiel auf die Schöpfungsgeschichte der Welt, wie sie im „Silmarillion“ erzählt wird, und THOMAS REYBARD nennt sich hier ENGWAR – was eine Bezeichnung für die Menschen ist.
AINULINDALE dürften dabei zumindest der Neofolk-Gemeinde etwas sagen, da das erste Album „The Lay Of Leithian“ – ein Bezug zur Geschichte um BEREN und LÚTHIEN – 2004 auf dem französischen Label CYNFEIRDD erschienen ist. Außerdem war man mit einem Track am PROPHECY-Sampler „Whom The Moon A Nightsong Sings“ (Besprechung) beteiligt. Mit „Nevrast“ folgt nun ein zweites Album, dessen Titel eine Bezeichnung für die Nord-West-Küste Mittelerdes ist, welche später teilweise auch ein verlassenes Land war. „Hither Shore“ heißt dieses Land auf Englisch, sodass die Verbindung zum Eröffnungsstück des Albums „Hither Land“ offensichtlich wird. Inhaltlich beschäftigt sich das Album mit verschiedenen Themen in Bezug auf diesen Landstrich wie das Titelstück „Nevrast“ oder „Vinyamar“ – die alte Hauptstadt von Nevrast – sowie in Bezug auf Motive aus dem Werk TOLKIENs wie „The Parting“ oder „Namarie“, die das Abschiednehmen zum Inhalt haben.
Musikalisch bewegt sich das Album in bester Neofolk-Tradition, wobei hier nicht der direkte, etwas raue englische Apocalyptic-Folk im Vordergrund steht, sondern eher eine klassische Herangehensweise wie man sie von Bands wie NEUTRAL oder ROMOWE RIKOITO her kennt. Folglich trifft man auf ordentlich ausgearbeitete, melodische Stücke mit viel Atmosphäre und mit musikalischem Können vorgetragen, wobei man ausschließlich auf „echte“ Instrumente setzt. Neben der obligatorischen Akustikgitarre und dem männlichen und weiblichen Gesang sind deshalb noch Violinen, verschiedene Trommeln und sogar Bläser zu hören, sodass einem auch Vergleiche zu IN GOWAN RING zur „The Glinting Spade“-Phase in den Sinn kommen können. Instrumentale Stücke und Passagen wechseln sich dabei mit melancholischen Gesangsstücken ab. Zudem wird pointiert mit Chören gearbeitet. Diese führen aber wie auch andere Elemente nie zu sinnlosem Bombast oder zu flachem Filmmusik-Abklatsch. Vielmehr bleibt der Sound trotz der vielen Elemente differenziert und zurückgenommen akustisch. Abgerundet wird die Veröffentlichung mit einem schlichten, aber sehr schönen, passenden Artwork, das die Stimmung des Albums gelungen unterstreicht. Als soundtechnische Zugabe liegt der Veröffentlichung zudem das Album im 5.1 Surround-Mix auf DVD bei – sodass endgültig klar wird, dass hier keine Kosten und Mühen gescheut wurden. Mit „Nevrast“ liegt auf jeden Fall ein berührendes, klassisches Neofolk-Album vor, das auch diejenigen genießen dürften, die es mit der Welt TOLKIENs nicht so haben.

 
Tony F. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» AINULINDALE @ Facebook


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Zusammenfassung
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Inhalt
Hither Land
The Parting
By The Shore
Namarie
Vinyamar
Under May's Moon
Nevrast
Distant Land
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