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Tony F.

ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO: Four


ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO: Four
Genre: Neoklassik-Pop
Verlag: Raubbau
Vertrieb: Raubbau
Erscheinungsdatum:
Oktober 2007
Medium: Vinyl 10''
Preis: ~12,00 €
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Ohne große Vorankündigungen erschien in diesen Tagen - genau genommen bereits zum Maschinenfest - eine neue 10"-Vinyl-E.P. von ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO namens "Four". Das wunderbar gestaltete Picture-Vinyl, das dennoch hervorragend gepresst ist, erscheint in der limitierten Auflage von 500 Stück allerdings nicht auf dem heimischen COLD MEAT INDUSTRY-Label, sondern als erste Veröffentlichung überhaupt auf dem Berliner RAUBBAU-Label. Tatsächlich muss man die Veröffentlichung, die letztlich recht spontan innerhalb weniger Wochen realisiert wurde, da TOMAS ursprünglich noch keine neuen Songs gesammelt hatte, als eine Art Freundschaftsdienst von TOMAS PETTERSSON an den Label-Betreiber sehen. 

Soweit, so gut. Die vier neuen Stücke der Veröffentlichung passen sich natürlich nahtlos in den Soundkosmos der Band ein. Akustische Gitarren, klassisch gehaltene Instrumentierung mit Piano und Streicherklängen, orchestraler Perkussion sowie den Stimmen von TOMAS und ROSE-MARIE. Klanglich ist die Platte folglich ganz klar eine Fortführung des letzten Albums "Apocalips". Bereits eine vorangestellte, grobe Wertung führt zu dem Ergebnis, dass die erste Seite gegenüber der zweiten Seite die deutlich stärkeren Songs enthält. 

Die E.P. beginnt mit dem wohl als ORDO-Hit zu bezeichnenden "Singing for the angel of the east (Reclaiming that which is ours)", das inhaltlich einige Interpretationen zulässt. Akzentuierte Chöre und Kirchenorgeln treffen auf eine feingliedrige aber dennoch treibende Perkussion. Dem für ORDO typischen Vokalvortrag in den ruhigeren, fließenden Strophen wird ein wuchtigerer, mit einem höhnischen Lachen garnierter Refrain gegenübergestellt. Das beste Stück der Platte ist aus meiner Sicht allerdings "Which word confines the truth (Dancing for love and war)". Ein bombastischeres und insgesamt auch treibenderes Klangbild sorgt hier, trotz der eigentlich recht geradlinigen Struktur, für positive Momente. Zudem rückt TOMAS PETTERSSON seine Stimme noch mehr als im Eröffnungsstück in Richtung Gesang, was mir persönlich bei ORDO schon immer besser gefiel als der manchmal auf Albumlänge etwas eintönig wirkende Sprechgesang. 

"The future was today" kommt unspektakulärer daher - lässt sich eher in die Kategorie typische Stücke einordnen. Der Abschluss der Platte fällt dagegen mit "I am the sun" wieder etwas druckvoller und bombastischer aus und erinnert mich eigentlich eher an ältere Veröffentlichungen der Band aus der "Make love and war"-Zeit. Insgesamt fällt aber bei allen Stücken auf, dass ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO mittlerweile ein sehr differenziertes, ausgearbeitetes, hervorragendes Klangbild vorlegen. 

Für und wider: Die in jeder Hinsicht runde Veröffentlichung ist den Fans ohne Umschweife zu empfehlen. Die etwas druckvollere Ausrichtung rechtfertigt zudem einen zusätzlichen Bonus. Die Kritiker werden auch an dieser Platte aussetzen, dass es zu wenig Entwicklung im Gesamtsound gibt und dass der Klang mittlerweile zu steril, ohne Ecken und Kanten und zu einheitlich COLD MEAT-like ausfällt.


 
Tony F. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» Raubbau

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Zusammenfassung
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Inhalt
Singing for the angel of the east (Reclaiming that which is ours)
Which word confines the truth (Dancing for love and war)
The future was today
I am the sun (Anus dei)
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