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Michael We.

Für Immer GALAKTHORRÖ

W-Fragen an die Macher


Für Immer GALAKTHORRÖ
Kategorie: Spezial
Wörter: 831
Erstellt: 07.08.2009
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N: Es fällt bei Euren Produkten auf, daß alles an seinem Platz ist. Kein Vinyl ohne Angaben von Seiten, Geschwindigkeit, Titellängen etc. Liebt Ihr Ordnung?

G: Ordnung kann wünschenswert sein, besonders auf der Suche nach der Abspielgeschwindigkeit einer Schallplatte. Wir wollen dem Urheber ja schließlich erstmal Respekt erweisen und seiner Schöpfung unverfälscht Gehör schenken. Zu erforschen, was Seite A und B sein soll, gehört auch nicht zu den Dingen, die wir anregend finden. Wir gehen da einfach von uns aus. Was uns schon immer gestört hat, versuchen wir zu vermeiden.

N: Wie sieht es bei Euch im Wohnzimmer aus?

G: Es ist nicht unordentlich, aber es wird wahrscheinlich nicht dem Bild entsprechen, das Dir vorschwebt und zu dieser Frage führte. Wir leben ja recht bescheiden, unsere ganze Schönheit offenbart sich in GALAKTHORRÖ - unser Wohnzimmer, wir selbst und noch vieles andere um uns herum sind unspektakulär.

N: Obwohl die Covermotive Eurer Veröffentlichungen ganz unterschiedlich sind, hat GALAKTHORRÖ wohl das, was man eine "corporate identity" nennt. Macht Ihr das Artwork (und die Homepages) selbst? Und nach welchen Prinzipien wählt Ihr die Kunst zur Musik aus?

G: Wir machen Artwork und Homepage selbst. Wir versuchen eine Linie in unseren Auftritt zu bringen. Sie soll dem Label einerseits ein Gesicht und Wiedererkennungswert geben und andererseits Freiheit lassen und den Künstler nicht in ein graphisches Korsett zwingen. Deswegen sehen die Cover ganz unterschiedlich aus und doch steht alles im Zeichen unseres Stils.
Für das Cover-Artwork erbitten wir vom Künstler soviel Input wie möglich. Hier setzt vielleicht das einzige Prinzip an: Mehr ist mehr. Vielleicht hat er auch schon eine Vorstellung. Dieser versuchen wir dann gerecht zu werden oder sie mit einzubringen. Wir nehmen auch gerne Photos, die die Künstler selbst machen. Wenn diese verwertbar sind, dann bringen sie eine persönliche Note in die Gestaltung, die nicht vom Graphiker stammt, sondern vom Musiker.

N: Wie kommen die Musiker zu Euch? Läuft das "normal", also bekommt Ihr viele Demos zum Aussuchen? Wie war das z.B. bei so unterschiedlichen Künstlern wie HERZ JÜHNING und HERMANN KOPP?

G: Meistens schicken die Musiker Demos. Wir beantworten nur Demos, die an uns persönlich gerichtet sind. Neuerdings gibt es auch oft Einladungen, die Lieder auf einer Website anzuhören. Wir finden den klassischen Weg über die Zusendung von Demo und Infomaterial besser, weil er in der Regel persönlicher ist. HERZ JÜHNING hatte sich auch über Demos beworben. Es war nicht das erste Demo, sondern das zweite oder dritte, welches dann zündete. Er ist eine gutes Beispiel dafür, daß sich Ausdauer und harte Arbeit lohnen. Er hatte sich phänomenal weiterentwickelt. HERMANN KOPP haben wir über Myspace kennen gelernt. Wir sind ja schon ewig Fans seiner Musik, die wir durch die BUTTGEREIT-Filme kennen gelernt hatten. Daß er wieder Musik machen wollte, machte uns froh. Wir konnten ihn glücklicherweise überzeugen, für seine neuen Werke mit uns zusammenzuarbeiten.

N: Wenn Ihr seht, daß für ältere, limitierte GALAKTHORRÖ-Veröffentlichungen heute hunderte von Euro bezahlt  werden - was bedeutet Euch das?

G: Wir verdienen ja nichts daran, aber es schadet uns auch nicht. Es ist gut für den Ruf. Manche verknappen ja sogar vorsätzlich, um künstlich Sammlerstücke zu erzeugen und dadurch an Bedeutung und Ansehen zu gewinnen. Das ist allerdings nicht unsere Intention. Wir versuchen die Menge richtig einzuschätzen. Das ist allerdings schwer vorauszusehen. Manchmal gibt es eine Tendenz zur CD und wir glauben, in Zukunft mit Vinyl vorsichtig sein zu müssen. Dann gibt es wieder einen riesigen Ansturm, gerade auf Vinyl, wie bei HERZ JÜHNINGs "Miasma". Da hatten wir einfach viel zu wenig Platten und konnten manche Kunden nicht oder nur ungenügend beliefern. Aber wir hätten es nicht wissen können.

N: Den meisten "Indie-Labels" geht es ja angeblich furchtbar schlecht im Moment. Merkt Ihr was von der großen Krise, oder ist zum Beispiel der Luxus eines gedruckten Katalogs (statt Promo-Mails), den Ihr Euch leistet, ein Zeichen dafür, daß GALAKTHORRÖ gesund ist?

G: Katalog klingt vielleicht etwas übertrieben. Wir drucken Newsletter. Sie haben für uns einen persönlichen Wert und sind eine Art Zeitzeugnis, das uns gegen die Sorge unterstützt, vom "digitalen Kammerflimmern" ausgelöscht zu werden. In manchen Stimmungen tut es uns gut, unsere Flyer anzugucken und daran nachzuvollziehen, womit wir uns in der Vergangenheit beschäftigt hatten. Es erzeugt ein angenehm sentimentales Gefühl, das uns bewußt macht, womit wir unser Leben ausgestalten. Unser Herzblut fließt ja darin.
Davon abgesehen bekommen wir aber auch positives Feedback von Hörern. Wir haben daher den Eindruck, daß die Newsletter in dem Maße gut ankommen, daß sich der Aufwand und die Kosten lohnen. Sicherlich, die Kosten sind hoch, wer weiß, ob sich das immer tragen läßt. Bisher geht es - insofern ist GALAKTHORRÖ gesund. Dennoch, die Krisennachrichten und die gedrückte Stimmung machen uns vorsichtig. Wir pressen in diesen Tagen lieber zu wenig als zu viel.

KARIN, ROLAND - danke für die Antworten. Wir wünschen Euch auch für die nächsten sechzehn Jahre viel Erfolg mit Eurer Arbeit!

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Michael We. für nonpop.de


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