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Michael We.

Angespielt: MICHAELA MELIÁN u.a.

Aktuelle Besprechungen in Kürze


Angespielt: MICHAELA MELIÁN u.a.
Kategorie: Spezial
Wörter: 467


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MICHAEA MELIÁN: Monaco
MONIKA ENTERPRISE, September 2013, CD + LP




Die Bassistin von F.S.K. führt ihre Städtereise fort. Nach "Baden-Baden" (!) und "Los Angeles" erscheint nun auf MONIKA ENTERPRISE das Album "Monaco" der bildenden Künstlerin und preisgekrönten Hörspielmacherin ("Föhrenwald").
Sofort ergeben sich für mich Ähnlichkeiten zu HILDUR GUÐNADÓTTIR oder JULIA KENT. Es dominieren warme, tiefe Streicher, vereinzelt schweben Töne eines Marimbaphons durch die laue Luft, dezente Percussion – eher wie sanftes Ticken – begleitet das fragile Gebilde. Lange, warme Klaviertöne erzeugen im nächsten Stück eine traurige Mollstimmung, dazu drängen sich sehr leise, leichte Streicher-Drones langsam in den Vordergrund. Das erste Drittel von "Monaco" wirkt spartanisch, aber wunderbar warm, Ambientmusik – mit klassischen Instrumenten – im besten Sinne. "Scary Monsters" (04) ist das einzige Stück mit Vocals, die tiefe Frauenstimme mischt Rezitation und Gesang, macht sich durch die leichte Brüchigkeit interessant, ein Cello gibt den Rhythmus vor. Es folgen weitere Klavier- und Streicherstücke, die sehr stark das Flair der 20er-Jahre versprühen. Am Ende stehen zwei moderner tönende Tracks, mit pfeifenden, orgelnden Drones und einem Klavier, welches ebenfalls von diversen Sounds begleitet wird.
Eine sehr anheimelnde 'Zuhause'-Atmosphäre durchzieht diese 40 Minuten, starke Bilder – auch verdeutlicht durch die aussagekräftigen Titel – lassen sich erspüren. Wer ein Faible für Celloklänge hat, wird sich hier ohnehin wohlfühlen.

TESSA ELIEFF: Sombre Nay Sated EP
STASISFIELD, Herbst 2013, Free Download + CD




Bei TESSA ELIEFF alias TATTERED KAYLOR handelt es sich um einen jungen australischen Künstler und Kurator, der sich unter anderem um den Sound für diverse Ausstellungen kümmert. Drei seiner längeren Auftragsarbeiten hat er auf dieser EP versammelt. "Waves 2009" entstand für ein Event rund um das Thema 'Akusmatik' in Melbourne. "Taken To Booroomba" lief zuerst im österreichischen KUNSTRADIO, uraufgeführt in der Region der gleichnamigen Berge in Australien. Und "The Broken Return" entstand ebenfalls für das KUNSTRADIO auf der Basis von Field Recordings.
Zunächst steigen luftige, leichte und exotische Blasen aus Tönen auf (01), der Track klingt nach Dschungel-Atmo, nach mechanisch schnatternden und quäkenden Tieren. Die wärmende und wohlige Atmosphäre wird nach und nach unterhöhlt von hallenden, industriellen Drones, spacig und gefährlich. Regenprasseln und Gewittersounds bilden die Basis für das zweite Stück, welches mit wenigen oder keinen digitalen Effekten auskommt. Minimale Percussion und Vogelzwitschern leiten einen noisigeren zweiten Teil ein, technisches Prasseln, Dröhnen und Rauschen treffen aufeinander, aber nie unangenehm. Zum Schluss schließlich stehen sehr leise vibrierende Drones in verschiedenen Variationen in der Luft, gegen Ende des dritten Tracks treffen Knistern und Rauschen auf stark komprimierte Stimmen.
Die Verbindung zu Ausstellungen oder sonstigen visuellen Ereignissen ist deutlich spürbar, der plastische, collagenartige Eindruck durchzieht diese interessante EP.

 
Michael We. für nonpop.de



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