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Tony F.

Porta Nigra Festival 2013 in Köln

ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO, IN SLAUGHTER NATIVES, ROME ...


Porta Nigra Festival 2013 in Köln
Kategorie: Spezial
Wörter: 897
Erstellt: 10.06.2013
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Das PORTA NIGRA-Veranstaltungsteam macht aus meiner Sicht einiges richtig, was die Organisation von Festivals angeht. Um das Ganze organisatorisch aber auch finanziell zu optimieren, organisiert man mittlerweile des Öfteren kein Ein-Tages-Festival, sondern man stellt quasi eine Festival-Mini-Tour durch drei Länder – Belgien, Deutschland und die Niederlande – zusammen. Der Auftakt dieser Tour fand in diesem Jahr in der Kölner WERKSTATT statt, in der ab dem frühen Nachmittag gut organisiert ein recht großes Line-up auftrat.

Den Anfang machte das Ein-Mann-Unternehmen DEAD MAN’S HILL von BART PIETTE, der seinen Martial-Industrial in etwas unerwartbarem Outfit (Dreadlocks, Wollpulli, Schlappen) tatsächlich mit Didgeridoo und Maultrommel sowie eher unterstützendem Gesang/Shouting anreicherte. Leider ist die Musik auf Platte wie auch live technisch eher schwachbrüstig und musikalisch auch nicht zwingend mitreißend, neu oder ausgeklügelt. Als Abschluss der Performance gab es dann immerhin noch ein nahezu 1:1 Cover von BLOOD AXIS’ „Reign I Forever“.

Nach den personell als Trio absolvierten Konzerten auf der SPRING TOUR mit PETER BJÄRGÖ und DESIDERII MARGINIS bewältigte NICOLAS VAN MEIRHAEGHE den Auftritt von EMPUSAE diesmal alleine – er blieb jedoch nahe am Programm der letzten Shows – nur eben ohne eingestreute Vocals oder zusätzliche Effekte –, sodass es keine großartigen Neuerungen zu entdecken gab. Der Auftritt wurde aber souverän wie üblich über die Bühne gebracht.

Ähnlich wie ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO mutiert TRIORE nun ebenfalls live zu einer richtigen Band: RONNIE BÄCK spielte live die Gitarre und NICOLAS VAN MEIRHAEGHE sorgte für die passende Percussion während CHRISTIAN ERDMANN und TOMAS PETTERSSON den Gesang übernahmen. Da auch die Backings etwas überarbeitet wurden, wirkte der Auftritt jedenfalls deutlich organischer und überzeugender als dies schon mal der Fall war. Selbst ein neues Stück, das auf einer schon länger angekündigten neuen EP oder Single erscheinen soll, war im Programm. Musikalisch deutete dies aber einmal mehr in Richtung ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO, sodass man gespannt sein darf, inwieweit sich der TRIARII-Einfluss in der Zukunft noch ablesen lassen wird.

Die skurrilste Veranstaltung des Abends lieferten anschließend allerdings MENTAL PLASTIC BODY FILLER ab, wobei man sich schon fragen konnte, warum das Projekt überhaupt an so einer Position spielte. Mir bisher völlig unbekannt, bediente ein junger Herr in Lackrock und freiem Oberkörper die Maschinen und Sequenzer und shoutete und schrie zudem ins Mikrophon. Musikalisch konnte man das Ganze irgendwo im Bereich Industrial/Intensivelektronik einordnen, wobei der Sound zum Teil schon ordentlich zerrte und drückte, dem Ganzen aber letztendlich das packende, zwingende Element fehlte, was auch an der dann doch etwas schwachen Vocalperformance – zwischen, ja, Rufen und Schreien gibt es dann doch einen signifikanten Unterschied – lag. Zudem war als Showelement eine nur notdürftigst in Plastikriemen mit Metallelementen – von weitem aussehend wie Body-Modification – gekleidete und mit Drahtgestell um den Kopf ausgestattete weibliche Begleitung, was dem einen oder anderen insgesamt zu heftig bzw. zu konfrontativ zu sein schien. Nach und nach leerte sich aufgrund der schon schrägen Darbietung schließlich der Saal, wobei so einige das dem Ganzen irgendwie die Krone aufsetzende GRAUZONE-Cover „Eisbär“ (!) verpassten. Irgendwie irre – musste man aber mal gesehen haben.

Musikalisch wie auch von der Performance her hätte der Sprung daher nicht deutlicher ausfallen können als zur dann folgenden Solo-Performance von JEROME REUTER (ROME), der alleine und nur mit der Gitarre – ohne sonstige technischer Hilfsmittel – sein Set ablieferte. Die launige Bemerkung, dass es immer schwer sei, nach einer nackten Frau aufzutreten, konnte er sich dann aber auch nicht verkneifen. Musikalisch lieferte JEROME REUTER ein souveränes Set mit abwechslungsreichem Gitarrenspiel, gewohnt durchsetzungsstarkem und emotionalem Gesang und einer Mischung aus alten und vielen neueren Stücken ab, das eher in Richtung Singer/Songwriter ging als etwa in Richtung Neofolk. Glücklicherweise blieb es ob der doch oft sehr ruhigen Parts erstaunlich leise im Saal.

Der Sprung zur nächsten Band IN SLAUGHTER NATIVES war dann wiederum recht heftig, wobei natürlich andererseits auch eine angenehme Abwechslung im Programm den langen Abend trug. Große Überraschungen gab es bei dem wie gewohnt druckvollen Auftritt eigentlich nicht zu bestaunen. Neben Live-Keyboards bearbeitete NICOLAS VAN MEIRHAEGHE die Trommeln, wobei ich gerade bei so einem Act davon überzeugt bin, dass Metallpercussion oder ähnliches soundtechnisch wirkungsvoller wären, da Trommeln im Mix regelmäßig untergehen. Erfreulicherweise ging dieses Mal aber die Stimme von JOUNI HAVUKAINEN, der auf der Bühne recht früh ohne Shirt dastand, nicht im Mix unter, wie es leider live zu oft bei ihm der Fall ist, sodass man sein abgrundböses Fauchen und Grummeln gut heraushören konnte. Die Auswahl der Stücke lag an diesem Abend mehr bei atmosphärischen, bedrohlicheren Stücken als sonst schon mal, wobei Stücke wie „Death, Just Only Death“ oder „You Are The Dead“ natürlich nicht fehlen durften.

Den Abschluss bildeten schließlich ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO, die live eine – wie mittlerweile üblich – recht organische Performance hinlegten. Wie von den letzten Konzerten her gewohnt, bot man eine gelungene Übersicht über das eigene Schaffen, wobei natürlich die üblichen Hits dabei waren. Aus meiner Sicht blieb der Auftritt diesmal allerdings etwas distanziert, wobei sowohl Publikum als auch Band ihren Anteil daran hatten. Zum Abschluss – eine Zugabe gab es bezeichnenderweise nicht – wurde nach „A Song 4 Hate & Devotion“ und „IMBECILE, My Idiot Lover“ noch zusammen mit CHRISTIAN ERDMANN der TRIARII-Song „Roses 4 Rome“ quasi als Bonus gespielt, da TRIARII bei dem in Deutschland stattfindenden Festivaltag aus gegebenem Anlass nicht dabei waren. Insgesamt war das Festival aber eine runde Veranstaltung, bei der man auf weitere Nachfolgeveranstaltungen hoffen sollte.


 
Tony F. für nonpop.de


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