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Tony F.

ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO in Berlin

+ NO FESTIVAL OF LIGHT + CASCADEUR


ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO in Berlin
Kategorie: Spezial
Wörter: 845
Erstellt: 28.02.2009
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An einem von der Witterung her eher ungemütlichen Berliner Freitagabend wurde im zur Kulturfabrik Moabit gehörenden Slaughterhouse „Der Tag der Befreiung“ ausgerufen und mit einem kleinen Festival der ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO-Familie begangen. Seit längerem ist es ja so, dass Teile der Live-Besetzung um TOMAS PETTERSSON mit ihren eigenen Bands oft musikalischen Anteil an den Festivals und Konzerten haben, und so standen auch an diesem Abend zwei Projekte auf der Bühne, die personell Doppelschichten fahren mussten, wobei in den letzten Jahren zumeist IN SLAUGHTER NATIVES bei solchen Veranstaltungen mit dabei waren; dieses Mal jedoch NO FESTIVAL OF LIGHT und CASCADEUR gebucht wurden.

Der etwas enge Club füllte sich nach und nach, und es wurde schnell deutlich, dass einige Besucher auch weitere Anfahrtwege nicht gescheut hatten. Relativ pünktlich startete dann als erste Band CASCADEUR – ein Solo-Projekt von AXEL MENZ (HEKATE). Zusammen mit JOUNI HAVUKAINEN (IN SLAUGHTER NATIVES) am Keyboard und HEKATE-Kollegen ACHIM WEILER an den Trommeln sowie mit Gesangs- und Trompeteneinlagen wurde eine musikalische Mischung aus HEKATE und elektronischen, teilweise bombastischen Klängen präsentiert, die optimal auf den Abend einstimmte und hier und da nicht immer so weit vom Sound des Headliners entfernt war, wobei die Stimmen von TOMAS PETTERSSON und AXEL MENZ natürlich äußerst unterschiedlich sind. Nach ca. einer halben Stunde, die – wenn ich mich nicht irre – auch das von HEKATE bereits ebenfalls live gespielte „Idilia Dubb“ enthielt, endete dieser eigentlich recht runde und unprätentiöse Auftritt.

Zu bemängeln war allerdings der Sound im Slaughterhouse, was sich leider auch bis zum Ende des Festivals nicht bessern sollte. Die PA klang den ganzen Abend lang schlicht überfordert. Die Musik kam teilweise nur verzerrt und als Soundmatsch aus den überlastet klingenden Boxen und die ständigen Rückkoppelungen beim späteren Auftritt von ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO bekam man ebenfalls nicht in den Griff.

NO FESTIVAL OF LIGHT ist das Industrial-Projekt des ORDO-Drummers FREDRIK BERGSTROM, von dem allerdings seit einigen Jahren jedes Lebenszeichen fehlte – also von dem Projekt. Für diesen Abend war allerdings mal wieder eines der seltenen Konzerte angesetzt. FREDRIK BERGSTROM bestritt die vielleicht 20-30 Minuten alleine und zum Teil teilnahmslos wirkend an seinem Laptop, während im Hintergrund eine Videoinstallation ablief, die neben einem mäandernden Bandlogo Szenen aus Sport, Film, Zeichentrick und Porno in Zapping-Manier präsentierte. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, diese oder eine nur leicht andere Präsentation vor Jahren bereits auf einem Konzert in Bochum, das noch mehr eine Vorführung war, gesehen zu haben. Musikalisch bewegte sich die Performance von zunächst düsteren und rumpelnden Flächen bis zum Ende hin mit leichten, hintergründigen Rhythmussequenzen durchzogenen Klängen. Aufgrund der aus meiner Sicht fehlenden Live-Intensität und der kurzen Spieldauer würde ich den Auftritt insgesamt allerdings eher als interessantes Zwischenspiel werten.

ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO gingen schließlich mit großer Besetzung und zurückhaltender Videounterstützung auf die Bühne. Neben TOMAS PETTERSSON und FREDRIK BERGSTROM (Schlagzeug) waren wie zuletzt immer auch JOUNI HAVUKAINEN (Keyboard) und AXEL MENZ (Perkussion, Gitarre) dabei. Zum ersten Mal seit einigen Jahren war bei einem von mir besuchten Konzert zudem auch wieder ROSE-MARIE LARSEN am Mikrophon zugegen. Das Set bestand im Wesentlichen aus Stücken von der „Four“, im offiziellen Teil nur Wenigem von der „Apocalips“ sowie weiten Teilen des neuen Albums „Onani“, wobei experimentellere Stücke wie „Confessions Of A Sinflower“ oder „Amore Rosso, Amore Marrone, Amore Nero“ außen vor blieben. Gerade die neuen Stücke, die auf Platte manchmal recht poppig rüberkommen, wirkten in der Live-Umsetzung mit zusätzlichen Schlagzeugspuren und einem trotz Grippe und Fieber engagiert zu Werke gehenden TOMAS PETTERSSON deutlich druckvoller. Die Stimme von ROSE-MARIE LARSEN war allerdings leider erst gegen Ende des Konzerts ernsthaft im Mix zu vernehmen. Stücke wie „I Am The Sun“ verwiesen mehr in die etwas rauere musikalische Vergangenheit der Band, während ein „Who Stole The Sun From Its Place In My Heart?“ die sehr leichtfüßige Seite illustrierte. Zu meinem Leidwesen findet das Schaffen vor der „CCCP“ allerdings bei Konzerten seit einiger Zeit konsequent keine Berücksichtigung mehr – so auch an diesem Abend. Das Publikum zeigte sich mehr und mehr begeistert, wobei man gerade bei den neuen Stücken den Eindruck hatte, dass diese sich bei der Zuhörerschaft noch nicht ganz gesetzt hatten, was sich natürlich auch mit den Verzögerungen bei der Veröffentlichung erklären lässt. Mit dem „Onani“-Eröffnungsstück „Glory To Thee, My Beloved Masturbator“ beendete die Band schließlich den offiziellen Teil, bevor sie im Zugabenblock dann verstärkt auf Material von der „Apocalips“ zurückgriff. Das obligatorische „Three Is An Orgy, Four Is Forever“ von der „Satyriasis“ bildete dann schließlich den Schlusspunkt dieses alleine aufgrund von technischen Problemen nicht ganz runden Konzerts.

Insgesamt war dieses kleine Festival aber sicher eine lohnende Angelegenheit, bei der man zusätzlich noch erfahren konnte, dass sich die ursprünglich für den September angekündigte, bereits fertige neue Platte von ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO aufgrund der Verzögerung der letzten Veröffentlichung um zwei Monate verschieben wird, um die Platten nicht zu schnell aufeinander folgen zu lassen. Zudem ist wohl auch die Zusammenarbeit von ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO und TRIARII weitestgehend fertig, die laut TOMAS einige „catchy Songs“ enthalten soll. Somit scheint in den nächsten Monaten wohl noch Einiges zu erwarten zu sein.


 
Tony F. für nonpop.de


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