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Tony F.

Love In Prague: Two


Love In Prague: Two
Kategorie: Rezension
Verlag: Off World Music
Erscheinungsdatum:
April 2018
Medium: CD
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Auch wenn man bei dem Albumtitel „Two“ auf das zweite Album schließen könnte, so ist das aktuelle Werk des französischen Duos LOVE IN PRAGUE bereits das dritte Vollzeitwerk. Eventuell besinnt man sich mit dem Albumtitel auch auf sein Wirken als Duo gegen den Rest der Welt. Immerhin ist „Two“ nach zwei Alben auf unterschiedlichen Labels nun auf dem eigenen Label veröffentlicht worden, wobei der große Durchbruch der Band bisher ohnehin verwehrt blieb, was sicherlich auch an der fehlenden Live-Präsenz – gerade in Deutschland – liegt. 

Seit dem Debut 2013 folgt LOVE IN PRAGUE einer musikalischen Linie, die sich aus Post-Punk und (Cold-)Wave Elementen zusammensetzt, wobei das Klangbild nicht so rau ausfällt wie bei vielen derzeit aktiven Bands in dem Genre und eher dem Geist alter 4AD-Bands nahekommt. Die elektronischen Drums werden zurückhaltender eingesetzt, den Gitarren wird viel Raum für die Erarbeitung eine wavig-schwebenden Atmosphäre gegeben und der Gesang drängt sich nicht auf, sondern wirkt mehr hingetupft, schwebend, wobei CHLOÉ PRAHA neben Ihrem Bassspiel mittlerweile leider keinen Gesang mehr beisteuert, was dem Abwechslungsreichtum der Musik allerdings eigentlich ganz gut getan hatte. 

Nun denn. Angefangen mit dem fraglos hittigen „Dead Again“ entspinnt sich jedenfalls ein flottes Album mit vielen überzeugenden Momenten und melancholischen Melodien – letzteres gerade auch in der Mittelsektion mit „Everlasting“ und „A Wall“ - , wobei mit „The Mist“ zudem ein alter, nicht allzu bekannter, von der ersten E.P. „Lost Days“ stammender Track zu neuen Ehren kommt. Einerseits hätte dem Album etwas mehr Abwechslung in der Song- und Gesangsgestaltung gutgetan, um den vorherrschenden Eindruck einer gewissen Einförmigkeit entgegenzuwirken. Andererseits braucht man sich vor den derzeit agierenden Bands in dem Genre auch nicht zu verstecken, da man eine saubere, luftige Produktion vorlegt, wobei die Drums aus meiner Sicht durchweg etwas zu trocken im Klangbild erscheinen, und ein insgesamt stimmiges Klangbild erschaffen hat, das eine sehnsuchtsvolle Atmosphäre induziert. 

Insofern ist „Two“ ein gelungenes Album geworden, dem eine breitere Akzeptanz in jedem Fall zu gönnen ist.


 
Tony F. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» LOVE IN PRAGUE @ Facebook
» LOVE IN PRAGUE Homepage

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» LOVE IN PRAGUE: Ghost Note


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Zusammenfassung
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Inhalt
Intro
Dead Again
The Mist (2017 Edit)
Black Sheep
Sea Of Doubts
Everlasting
A Wall
Never Have
We Should Meet Again
The World Outside
Agent Double
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