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Disembowelment - Transcendence Into...

Erinnerungswürdiger Doom Death Metal...


Disembowelment - Transcendence Into The Peripheral CD (Nuclear Blast 1993 Licensed from Relapse Records)
Genre: Metal
Wörter: 526
Erscheinungsdatum:
1993/2004
Medium: CD
Preis: ~15,00 €
Kaufen bei: Relapse Records


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Bei einem kleinen Rückblick ins Jahr 1993 in die extreme Metal -Szene erinnere ich mich an zwei wesentliche Fakten. Der Death Metal Trend, speziell der amerikanische Florida Death, erlitt nach wenigen Jahren bereits wieder schwere Auflösungserscheinungen und in Skandinavien stießen ein paar schwarz-weiß geschminkte, langhaarige Trolle aus den Vorstädten Oslos und Bergens  an die Oberfläche, bewaffnet mit diversen Instrumenten, Spikes ,Leather und Bathory T- Shirts, um die christliche Welt in den Abgrund  zu prügeln und zu kreischen. Und damals wäre es mir nicht in den Sinn gekommen, eine andere Platte als ein wahrhaftiges Black Metal Album zu kaufen, außerdem klang der Bandname Disembowelment zu sehr nach typischem Death Metal. Ende der 90iger Jahre dann wurde ich dann wieder mit dieser Band konfrontiert und glücklicherweise widmete ich mich der Musik.

Und ich staunte nicht wenig - Disembowelment machen ja keinen Death Metal, sondern spielen absolut einzigartigen Doom Metal (also Bands wie Evoken, Esoteric, usw.) mit leichtem Death Metal Einfluß (Incantation zu „Mortal throne of Nazarene“ Zeiten), angereichert mit Elementen aus Ambient und Ethno Musik (!).
Dementsprechend beinhaltet dieses Album eine Vielzahl von transportierten Atmosphären und Klangteppichen: In Stücken wie „The tree of life and death“ , „Your prophetic throne of ivory” , “Excoriate” oder “A burial at Ornans” finden sich neben primär doomigen Passagen einige heftige High Speed Attacken. Trotz der Variationen im Songwriting gehen zu keiner Zeit das monotone (im positiven Sinne) Grundgewand und die bizarr düstere Stimmung verloren: Hier muss gestorben werden! Nochmals hervorstechend sind die letzten Tracks des Albums „The spirits of the tall hills“ und „Cerulean transience of all my imagined shores”, die durchaus mit Dead Can Dance ähnlichen Elementen aufwarten – ethnomäßige Soundschleier und ein leicht orientalischer Touch durchbrechen die Gitarren und den qualvollen Röchelgesang. Meisterhaft! „Nightside of Eden“ muss ebenfalls erwähnt werden, ein ungewohnt sanftes Musikstück, weniger düster, aber psychedelisch, untermalt mit einem weiblichen Stimmeinsatz, von welchem eine merkwürdige Sehnsucht ausgeht. Ansonsten bewegt sich der Gesang des Shouters zwischen Death Metal Growls und gelegentlichem Kreischen. Das verleiht der Musik natürlich einen wesentlichen Zug in Sachen Dunkelheit und Atmosphäre. Die Produktion ist sehr kräftig, hier dröhnen die ultratiefen Gitarren, Keyboards und Stimme ertönen sauber und das Schlagzeug sorgt für gewaltiges Rumpeln der Boxen.

Fazit: Für jeden Doom Metal Fan ein absolutes Muss, ebenso sollten eingefleischte Death Metaller (allerdings der härteren Gangart) und Freunde experimentellen Metals (siehe Ethno Einflüsse usw.) ein Ohr riskieren.

Tracklist:

 01 The tree of life and death
 02 Your Prophetic Throne Of Ivory
 03 Excoriate
 04 Nightside of Eden
 05 A Burial at Ornans
 06 The Spirits Of The Tall Hills
 07 Cerulean transience of all my imagined shores


Noch im Jahr 2005 erschien auf Relaps Rec. eine 3CD Box mit sämtlichen Material, was von Disembowelment veröffentlicht wurde. Trotz der wenigen Veröffentlichungen (1 Demo, 1 EP, 1 Album) gehören die australischen Disembowelment zu den wichtigsten Vertretern des Doom Metals, leider trennte sich die Band nach 4 Jahren bereits wieder. Der Kaufpreis sollte um die 15 Euro liegen und ist eigentlich Pflicht für Fans dieser Richtung...




 
für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» Relapse Records


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