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AURUM NOSTRUM/HEKATE

Konzertbericht


AURUM NOSTRUM/HEKATE
Kategorie: Spezial
Wörter: 642
Erstellt: 02.05.2002
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Autor: Axel

Neben all den sattsam bekannten Maikrawallen gab’s auch angenehmere Episoden, wie z.B. die Walpurgisnacht vom 30. 04. 2002 in der Berliner Kulturbrauerei mit folkloristischer Darbietung von AURUM NOSTRUM oder HEKATE.
Am Vorabend des 1. Maies 2002 sollte es im Kesselhaus der Kulturbrauerei in Berlin ein größeres Konzert mit Bands wie AURUM NOSTRUM und HEKATE geben.
Der Anlaß war die allseits beliebte Walpurgisnacht, zu der sich auf dem großen Hofareal der Brauerei etliche Stände aufgebaut hatten, Gaukler ihre Zaubereien darboten, Met und Essen duftete und sich am Abend auch nach und nach zahlreiche, offensichtliche Anhänger oben erwähnter Musik einfanden.
Erstes Manko war die etwas unklare Organisation des Abends. So bekam man freundlichst am Eingang zum Hof einen tollen farbigen Hochglanzflyer mit der Ankündigung der Livekonzerte, jedoch blieb offen wann was genau stattfinden sollte bzw. wo genau welche Band auftrat. Da war die Rede von diversen Livebands, die pauschal allerdings unter Kesselhaus oder Alte Kantine liefen...na ja. Man konnte es sich schließlich denken, wo gerade HEKATE beinahe traditionell nicht zum ersten Mal um diese Jahreszeit hier aufspielten.
Obwohl laut Internet der Beginn auf etwa 20.00 Uhr angesetzt war, öffneten sich die Türen zum Kesselhaus erst gegen 23.00 Uhr und aufgrund der mangelnden Information, z.B. ein hinweisendes Plakat an der Tür o. ä. strömten natürlich unzählige Neugierige, Partygänger und buntgewürfelte Nachtschwärmer mit hinein, so dass das Publikum, welches speziell wegen den Gruppen gekommen war, eher in der Minderzahl zu sein schien...
Die große Bühne war bereits mit vielversprechendem Schlagwerk unterschiedlichster Art (Gong, Pauken etc.) eingedeckt, und das Kesselhaus war recht gut gefüllt, bedenkt man die beachtliche Größe.

AURUM NOSTRUM begannen nach geraumer Zeit schließlich ihr Konzert mit ihrer interessanten Mischung aus Neofolkelementen mit percussionlastigen und auch hintergründig elektronischen Arrangements. Aufgrund mangelnder persönlicher Infomation kann ich auf einzelne Titel hier weniger eingehen. So ist mir aber z. B. die sehr sanft, mit klassischer Gitarre und Violine instrumentierte Version von „Wedlock" in Erinnerung. Überhaupt wurden die Lieder nach einem recht opulenten Einstieg zu Beginn des Konzertes zunehmend ruhiger und verhaltener. Stimmlich, unterstützt mit neuer Sängerin war der Vortrag der Stücke ziemlich überzeugend. Auch die wechselnde „Besetzung" (jeder mal an fast jedem Instrument) war interessant.
Zum Leidwesen aller aber war der Livemix, offensichtlich speziell der der Monitore oft recht mangelhaft, was die Band beinahe erfolglos des öfteren kundtat.
Insgesamt hat mir der Auftritt gut gefallen, jedoch ging die Intensität des Konzertes wegen der meist sehr ruhigen Gangart der Musik vor dem gemischten Publikum und überhaupt in der großen Halle ziemlich unter, was bedauerlich war.
Nach dem recht langen Set kam eine mir bis dato unbekannte Gruppe, die ich nicht näher erwähnen möchte. Leider waren derer wegen und zu diesem späten Zeitpunkt bereits etliche Zuschauer auf dem Weg nach draußen und die Tonleute sahen sich gezwungen, den Rest mit Mainstream aus der Konserve anzuheizen. Dies war so erfolgreich, dass ich, es war bereits 3.00 Uhr (!) um die Präsenz von HEKATE fürchtete.
Von früheren Darbietungen der Gruppe immer ziemlich angenehm überrascht, war dieser Auftritt allerdings enttäuschend. Ob’s an der späten Zeit lag, an der Technikcrew, am Publikum etc. bleibt unklar. Fakt ist, dass in Anbetracht des anbrechenden Morgens sehr fraglich bleibt, warum eine erfahrene Band selbst nach ewiger Umbauphase z. B. noch ewige, belanglose Einzeltonproben etc. erledigen muß.
Ich glaube, als HEKATE sage und schreibe gegen 4.00 Uhr begannen, war die Luft raus und der Zauber einer Walpurgisnacht, den sie eigentlich hätten sehr schön untermalen können, verflogen.
Zum Schluß bleibt zu sagen, dass die Lieder von HEKATE (trotz auch hier neuer Sängerin) und ihr bekannter Livecharme mit der breitgefächerten Instrumentierung durchaus ihren Reiz haben, aber aufgrund von wahrscheinlich tausenderlei Gründen (ohne vielleicht der Band selbst die Schuld zu geben) kam er für mich in keiner Weise rüber.
Schade, schade, schade...


Axel@Lichttaufe.de


 
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