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Tony F.

HEKATE & SIEBEN auf der Burg Satzvey

Live Konzert im Rahmen der Hexennacht


HEKATE & SIEBEN auf der Burg Satzvey
Kategorie: Spezial
Wörter: 658
Erstellt: 04.05.2011
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Im Rahmen der Hexennacht auf Burg Satzvey, auf der auch schon das letztjährige Mithras Garden Festival über die Bühne gegangen ist, spielten neben Mittelalterrockbands auf dem Außengelände der Burg auch HEKATE und SIEBEN frühabendliche Konzerte auf der Bühne im Inneren der Burgmauern.

Nachdem es einige Verwirrung um den Beginn der Konzerte gegeben hatte, wobei man sich die Zeit mit einem Gang über den ausladenden Hexenmarkt vertreiben konnte, begann MATT HOWDEN sein Set schließlich gegen 18 Uhr. Wie immer zu Beginn eine positive Nervosität ausstrahlend fand er ebenfalls wie gewöhnlich schnell in den Spielfluss, sodass er innerhalb weniger Songs das Publikum für sich eingenommen hatte. Das gelingt ihm allerdings auch dadurch, dass er immer engagiert wirkt oder auch einfach mal zugibt, dass er den Einstieg für den nächsten Song vergessen hat und dafür etwas anderes spielt. Persönlich halte ich MATT HOWDEN live aufgrund der höheren Intensität ohnehin für stärker als auf seinen Alben. Gespielt wurden im Verlauf eher neuere Stücke wie „Minack Theatre“ oder „Build You A Song“ vom letzten Album „Star Wood Brick Firmament“ (Besprechung) aber natürlich auch das ältere „The Sun“ war wie eigentlich immer Teil des Programms.

Überraschend präsentierte MATT HOWDEN allerdings auch einen neuen Song, den Kenner schnell als Cover-Version von JOY DIVISIONs „Transmission“ identifizierten. Der mit Druck und kräftiger Stimme sowie mit verzerrten Violinensounds vorgetragene Song hinterließ beim Publikum – an den Reaktionen gemessen – jedenfalls gehörigen Eindruck, zumal dem Stück mit dieser Instrumentierung tatsächlich eine andere Seite abgewonnen wurde. Der Song liegt jedenfalls zurzeit bei PETER HOOK, um die Freigabe für eine Veröffentlichung von JOY DIVISION zu bekommen. Am Ende des Sets wollte das Publikum natürlich noch eine Zugabe, sodass der erste Teil des Abends mit „Virgin In The Green“ beendet wurde.

Nach relativ kurzer Pause begannen dann HEKATE, die wohl so langsam der Veröffentlichung ihres neuen Albums „Die Welt der dunklen Gärten“ entgegenfiebern. Der Einstieg in das Set erfolgte allerdings zunächst mit dem vom „Sonnentanz“-Album bekannten „Dos Kelbl“, wobei das Stück musikalisch mittlerweile erheblich weiterentwickelt wurde und sich somit problemlos in die Reihe der neuen Stücke einpasste, von denen „In My Garden“, „Seelenreise“ oder „The Present Day“ gespielt wurden. Die neuen Stücke wirken in der Tendenz zunächst etwas ruhiger und nachdenklicher, wobei man auf musikalische Experimente verzichtet, sodass man gespannt sein darf wie das neue Album insgesamt ausfallen wird Klanglich gelang HEKATE ein homogenes Bild, dass wie immer – und sich wohltuend von diversen Bands abhebend – auf ein professionelles Rhythmusgerüst setzen konnte, das von DIRK DIEDERICH und JÖRG SCHWICKERATH an den Trommeln routiniert aufgestellt wurde. ACHIM WEILER kümmerte sich wie eh und je unaufgeregt um die Keyboards und die Drehleier, während SUSANNE GROSCHE und AXEL MENZ für den Gesang sorgten. Die Gitarre scheint bei HEKATE jedenfalls keine große Rolle mehr zu spielen. Neben einem weiteren „Sonnentanz“-Stück – „Fatherland“ – wurde mit „Montségur“ und als Abschluss des regulären Sets mit dem wuchtigen „Morituri Te Salutant“ schließlich auch das letzte Album „Goddess“ bedacht.

Als besondere Dreingabe hatten sich HEKATE und MATT HOWDEN für diesen Abend allerdings noch eine Überraschung ausgedacht. MATT HOWDEN gesellte sich schließlich zu HEKATE auf die Bühne, um weitere vier Stücke gemeinsam zu spielen, was trotz mangelnder gemeinsamer Proben richtig gut funktionierte. Zunächst startete man mit SIEBENs „Love's Promise“ um anschließend HEKATEs „Ocean Blue“ zu spielen, das von MATT HOWDEN für die Doppel-Album-Ausgabe von „Goddess“ ja bereits einmal bearbeitet wurde. Mit einer fulminanten Version von „We Wait For Them“, dessen aggressiver Text seine hervorragende Verstärkung durch Rhythmus fand, wurde mit Sicherheit ein Höhepunkt des Abends erreicht, bevor das Konzert mit dem neuen HEKATE-Stück „House Of Gods“ endete. Gerade die SIEBEN-Stücke eröffneten dabei die reizvolle Perspektive von SIEBEN-Konzerten in großer Besetzung – natürlich nur als Variation, denn MATT HOWDEN als Ein-Mann-Band mag man natürlich nicht missen.

Nach diesem überzeugenden Konzertabend konnte man sich anschließend noch auf dem Markt in den weitläufigen Anlagen der Burg verlieren oder um das Feuer tanzen.


 
Tony F. für nonpop.de


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Kommentare
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manfromanotherplanet (06-05-2011, 16:29)
Sieben:
1. Floating
2. Build you a song
3. Ogham the sun
4. Transmission
5. Minack theatre
6. Ogham the blade
7. Jack in the pulpit
8. Virgin in the green

Hekate:
1. Dos Kelbl
2. In my garden
3. Fatherland
4. Dunkle Wolke
5. Montsegur
6. Seelenreise
7. Present day
8. Morituri te salutant

Hekate & Sieben:
9. Love's promise
10. Ocean blue
11. We wait for them
12. House of god

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