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Michael We.

PAUL ROLAND im Interview

Asked Tweedledum and Tweedledee...


PAUL ROLAND im Interview
Kategorie: Spezial
Wörter: 456
Erstellt: 31.01.2008
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  PAUL ROLAND 1980 ("Werewolf Of London")


...but neitherone knew where Alice's house could be. Eine Textzeile aus "Alice's House“, dem ersten PAUL ROLAND-Song, dem ich vor langer Zeit (1989 auf dem Album "Duel") begegnet bin. Er erzählt eine typische Geschichte aus dem ROLANDschen Universum: Ein kleiner Junge träumt, dass er kopfüber in einen Brunnen fällt und genau dort landet, wo Alice Jahre zuvor ihre Reise durchs Wunderland begann. Auf der Suche nach ihr begegnet er allerlei seltsamen Gestalten, unter anderem den zwergwüchsigen Zwillingsbrüdern Tweedledum and Tweedledee, die auch im Originalbuch vorkommen. Aber niemand weiß, wo Alice zu finden ist.... Die Lieder des Briten (geboren in Kent) sind voll von solchen skurrilen Traumlandschaften und düsteren Figuren, die aus alten Horrorcomics, -filmen und -büchern entsprungen sind und oft auf den nebligen Straßen Londons ihr Unwesen treiben. Dazu gehören zum Beispiel Giftmörder, verrückt gewordene Zirkusartisten, wiedergeborene Pharaonen, Opiumsüchtige oder Piraten; eine dunkle Variante der Feen- und Elfensongs von MARC BOLAN, den ROLAND immer wieder als seine wichtigste Inspiration bezeichnet.
Die Musik dazu liegt zwischen Folk (auf den akustischen Platten) und Rockoper (auf den anderen), immer mit einem barocken Streicher-Anstrich. Mit der jungenhaft hellen, glasklaren Stimme von PAUL ROLAND ergibt das eine bis heute einzigartige Mischung, die sich der Einordnung in ein Genre entzieht. Folkrock, Psychedelic Rock oder Apocalyptic Folk werden häufig genannt; zum Beispiel taucht ROLAND als 'Vorreiter' im Neofolk-Compendium "Looking For Europe“ auf. Dabei zeichnet seine Lieder – neben der hohen Wiedererkennbarkeit – gerade aus, dass sie keine bestimmte Geisteshaltung vermitteln, sondern pure Geschichten erzählen. Politische Texte lehnt ROLAND sogar ausdrücklich ab.
Obwohl er schon mit 14 Jahren seine ersten eigenen Songs schrieb (Anfang der 1970er) und mit 19 sein erstes Album veröffentlichte, hätte der Sohn einer Schauspielerin und eines Schriftstellers die Musik später beinahe aufgegeben. Nach einer mehrjährigen Frustpause mit ungewissem Ausgang hat sich PAUL ROLAND im Jahr 2004 mit "Pavane" für die Veröffentlichung eines neuen, rein akustischen Albums entschieden, für das er auch sein Label GASLIGHT RECORDS wieder aufleben ließ. Es folgte – nach dem Entschluss, doch wieder dauerhaft musikalisch tätig zu sein – ein Auftritt beim WGT (2005) mit einem Akustik- und einem Rockset.
Vor kurzem ist PAUL ROLAND mit seiner Familie in den Südwesten von Deutschland gezogen; ein Schritt, über den er lange nachgedacht hatte. Außerdem soll in den kommenden Monaten ein neues Album erscheinen. Über Engel-Workshops, das "Texas Chainsaw Massacre", RAMMSTEIN und selbstverständlich über seine Musik hat die NONPOP-Redaktion mit dem zurückhaltenden Briten gesprochen.


1) Neues Album und alte Einflüsse
2) Zukunft als Filmmusiker?
3) Bücher und Engel-Workshops
4) Umzug nach Deutschland

 
Michael We. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» PAUL ROLAND musikalisch (dt.)
» PAUL ROLAND literarisch (eng.)
» umfangreicher Wiki-Artikel
» ital. Seite mit vielen Interviews
» Diskografie mit Covern und Hörbeispielen
» Lyrics
» PAUL ROLAND @ myspace

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Kommentare
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Poe und Crowley
NF (31-01-2008, 13:23)
Über das E. A. Poe Gedicht "Der Rabe" bin ich vor Kurzem erst wahllos nach "Nimmermehr" übers Internet suchend gestoßen. So können sich kleine Kreise schließen. In einem alchimistischen Nachtgespräch hatte ich Ernst Jünger einem Freund mal als Mischung aus Aleister Crowley und Friedrich Nitzsche anempfohlen. Leider finde keinen Zugang mehr. Seis drum. Never throw away a key. Gelungener Artikel, Michael We.

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