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Tony F.

Harvest Rain - Night Chorus


Harvest Rain - Night Chorus
Genre: Neofolk
Verlag: OPN
Vertrieb: OPN
Erscheinungsdatum:
Juni 2005
Medium: CD, Schallplatte
Preis: ~13,00 €
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Nach einigen Samplerbeiträgen ("Thaglasz"), der MCD "A frost comes with the wind" (mit Matt Howden) und der "Evening and Devotion" Single liegt mit "Night Chorus" nun endlich das erste Album der amerikanischen Band Harvest Rain vor. Die Musik von Harvest Rain ist sehr ruhig, herrlich atmosphärisch und läßt unweigerlich an den Herbst denken. An nebelige Tage, fallende Blätter, den Blick über einen im Nebel liegenden See und regnerische Nächte. Eine derart beschreibende Musik gelingt nur wenigen Bands.

War die erste MCD "A frost comes with the wind" noch sehr akustisch und Neofolk-typisch gehalten, so nähert sich das Album mehr dem Klang der vorherigen Single an. Der Anteil der sphärischen Elektronik ist deutlich gestiegen, die Vocals wirken etwas entrückt und distanziert und einige Lieder sind mit Drum-Machine-Sounds unterlegt. Einige Kompositionen ragen sogar etwas in den Dark-Wave hinein ("Night ride" oder "Glowing across"). Wie auch bei der ersten MCD hat man sich auf dem Album namenhafte Unterstützung in Form von Tor Lundvall, Axel Frank (Werkraum) und Amanda Votta gesichert. Die Kooperationen mit Axel Frank und Amanda Votta, die ein überaus atmosphärisches Flötenspiel bietet, gehören dann auch zu den besten Songs des Albums und prägen zudem den herbstlichen Sound-Charakter entscheidend mit. Der musikalische Beitrag von Tor Lundvall geht leider etwas unter, was allerdings auch daran liegt, dass die Musik von Harvest Rain und die von Tor Lundvall doch einige Gemeinsamkeiten aufweisen. Insgesamt sind auf dem Album wunderschöne Lieder wie "Frozen light", "Reaching (for the saints)", "Listening" oder "Green flame" enthalten. Allerdings sollte man sich für das Album Zeit nehmen, da es nicht sofort ins Ohr geht und seine Wirkung erst nach und nach entfaltet.

Minuspunkte erhält das Album durch den teilweise gewöhnungsbedürftigen Klang. Das Klangbild schwankt in der Qualität, ist manchmal etwas dumpf und verrauscht und insgesamt zu matschig. Der Song "Wafeln" kommt sogar nicht mal über eine vernünftige Demo-Qualität hinaus. Da ich einige Original-Bänder kenne (die Zusammenarbeiten mit Werkraum), frage ich mich, was man hier beim abschließenden Mastering getrieben hat. Auch das Artwork ist etwas zwiespältig zu sehen. Das etwas nichtssagende und aus meiner Sicht nicht ganz zur Musik passende Cover-Artwork hätte ich durch das von Tor Lundvall wie immer liebevoll gestaltete und passendere CD-Label ausgetauscht. Insgesamt handelt es sich bei "Night Chorus" aber allemal um eine interessante und stimmungsvolle Platte mit eigener musikalischer Note, die bei mir gerade im Herbst sicherlich noch öfter laufen wird.

 


 
Tony F. für nonpop.de



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Zusammenfassung
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Inhalt
An upstair window
Fountain of night
Wafeln
Night chorus
Green flame
Night ride
Strange lights appear
Reaching (for the saints)
A winter flower
Lilac
Our dead
A cold bed
Glowing across
Frozen light
Listening
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