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Tony F.

KEDA: Hwal


KEDA: Hwal
Genre: Ambient
Verlag: Parentheses...
Erscheinungsdatum:
Februar 2016
Medium: CD
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KEDA ist ein Duo bestehend aus der koreanischen Musikerin E'JOUNG-JU und dem Franzosen MATHIAS DELPLANQUE. Nach einigen gemeinsamen Auftritten, bei denen die Verbindung von traditionellen koreanischen Klängen mit moderner Elektronik im Vordergrund stand, veröffentlichen die beiden mit "Hwal" nun ihr erstes, rein instrumental gehaltenes Album. Die Aufgabenteilung ist dabei klar abgegrenzt: Während E'JOUNG-JU die sechs-saitige, etwas unförmig wirkende Groß-Zither Geomungo spielt, steuert DELPLANQUE, der durch verschiedenste Projekte innerhalb der experimentellen Elektronik bekannt sein dürfte, die elektronischen Klänge bei und wird vermutlich auch einen Hauptteil der Produktion gestemmt haben.

Der Klang der Geomungo ist dieser typisch asiatische, tiefe, sehr trockene – man könnte sagen, hölzern-knarzende Sound, wobei die Saiten in der Regel einzeln angeschlagen werden. Insofern setzt E'JOUNG-JU mehr einzelne Klangpunkte als komplexe Melodien oder Arrangements aufzubauen. Die entstehenden Freiräume nutzt DELPLANQUE, um wohltuend zurückhaltende Elektronik zu platzieren. Dabei gelingt ihm im Ausdruck eine recht breit angelegte Klangwelt mit abwechslungsreichen Stimmungen. Das aus meiner Sicht hervorragend gelungene und atmosphärische "Dali" eröffnet das Album mit eher düsteren, aufwühlenden Klängen. Später werden im sich aufhellenden Klangbild dagegen auch vermehrt passende, dynamisierende Rhythmen eingebaut, die beim lockerer klingenden "La Lune de Corée" sogar an Dub-Elemente erinnern. Das wichtigste Pfund bei "Hwal" liegt aber in der Tatsache, dass die Musik durch DELPLANQUEs Elektronik eine fast schon dreidimensionale Tiefe erlangt. Der Vergleich wird auf dem Album direkt mitgeliefert; steht am Ende doch eine "La Lune de Corée"-Version, die ausschließlich die Geomungo-Klänge enthält. Wer also ein Interesse an zeitgenössischer und seriöser Elektronik vermischt mit asiatischen Ethno-Klängen hat, der sollte sich "Hwal" bedenkenlos nähern.

 
Tony F. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» KEDA @ Facebook

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