http://www.nonpop.de/nonpop/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=2953&high=treffen
NONPOP - Artikel > Rezensionen > Tonträger > MINUIT MACHINE: Violent Rains



Tony F.

MINUIT MACHINE: Violent Rains


MINUIT MACHINE: Violent Rains
Genre: Synthiepop
Verlag: Genetic Music
Erscheinungsdatum:
Oktober 2015
Medium: CD / LP
Kaufen bei: Amazon


Schrift vergrößern Schrift verkleinern

Nur ein Jahr nach dem Debüt-Album "Live & Destroy" legt das Synth-Wave-Duo MINUIT MACHINE mit "Violent Rains" bereits einen Nachfolger vor. AMANDINE STIOUI und HÉLÈNE DE THOURY, die auch noch das Solo-Projekt HANTE. betreibt, setzen auf dem neuen Werk damit fort, womit sie 2013 begonnen haben, nämlich mit 80er Jahre-orientiertem Synth-Wave, der mit den typischen, gemessen an heutige Hörgewohnheiten etwas zu tiefen und leicht verwaschenen Hallräumen, melodiösen Flächen oder Keyboard-Läufen und unaufdringlichen Rhythmen arbeitet. Knackige Basssequenzen oder scheppernde Drum Machine-Klänge sind also nicht zu erwarten, womit man die Band klanglich eher in die Zeit Anfang bis Mitte der 80er Jahre einordnen kann.

Über der Musik liegt der willkommene, teils etwas spröde, nicht unbedingt perfekte und manchmal auch ins monotone gehende Gesang von AMANDINE STIOUI, der aber zur poppig-elektronischen Musik einen guten Kontrast setzt. Gerade bei einem Stück wie "The Earth" kommen einem auch schnell Vergleiche zu ganz alten KIRLIAN CAMERA in den Sinn. So wie die Musik angelegt ist, vermag sie es, mit ihrem melancholischen und melodiösen Anstrich bei einem affinen Publikum schnell Sympathie auszulösen, was einem auch aufgefallen sein dürfte, wenn man die Band schon einmal live erlebt hat. Mit "June 7" und "Battles" startet das Album jedenfalls flott und einnehmend. Aber auch später sind mit "Relapse" oder "Inner Self" treibende und eingängige Nummern im Programm. Will man den Blick kritisch schweifen lassen, wäre es vielleicht wünschenswert gewesen, wenn die Varianz zwischen den Stücken und auch den Gesang betreffend etwas höher ausgefallen wäre. Auch produktionstechnisch könnte man hier und da noch zulegen, um dem Klischee "typischer Synth-Pop mit weiblichem Gesang" zu entkommen.

Somit ergibt sich ein Bild aus schnell zugänglichen, melodischen und mitreißenden Stücken, die Synth-Wave-Fans ohne Frage gefallen dürften. Andererseits existiert sicherlich noch Potential für Optimierungen, das die Band sicher noch zu nutzen wissen wird. Für Fans enthält das Album übrigens noch einen Remix von "She Devil", das in der ursprünglichen Version auf dem 2013 nur digital veröffentlichten Debüt "Blue Moon" zu finden ist.

 
Tony F. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» MINUIT MACHINE @ Facebook


Anzeige:
Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln ausschließlich die Meinung des jeweiligen Verfassers bzw. Interviewpartners wieder. Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit schriftlicher Genehmigung durch den Betreiber dieser Seite.
Link-Code zu diesem Artikel:
Wöchentliche Artikelübersicht per Mail
Werde NONPOP- Redakteur...
» Diesen Artikel bewerten
» Kommentar zum Artikel verfassen
Zusammenfassung
-

Inhalt
June 7
Battles
Everlasting
Black Is My Anger
Relapse
Inner Self
The Earth
Honey
Famous Or Dead
She Devil (2015 Remix)
NONPOP RADIO
Nonpop Radio starten:

Hier Popup
Ebay- Angebote zum Thema:
Minuit Machine