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SLOBODAN KAJKUT: Terrible Fake


SLOBODAN KAJKUT: Terrible Fake
Genre: Modern Classic/Ambient
Verlag: GOD Records
Medium: Vinyl 12''
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Der noch nicht allzu alte und deshalb für sehr unterschiedliche Stilmittel offene Komponist und Musiker SLOBODAN KAJKUT hat ja schon so manches gemacht. Auf das erste Album von 2008 "The Compromise Is Not Possible" folgte zwei Jahre später "KRST", das wiederum ein Jahr später als Remix-Album erneut erschien. Für dieses schrieb KAJKUT einige Musiker an, die ihm passend erschienen. Andere wiederum boten ihm freiwillig die Mitarbeit an. Unter den Gästen auch LUSTMORD – ein schwer finsteres und doch von Unterschieden geprägtes Album. Aber auch das Original-"KRST"-Album besticht durch getragene Vielfalt. Stimmlich an alte Byzantinische Gesänge angelehnt, wird es vor allem durch den rhythmischen Einsatz des Schlagzeugs zu einem meditativen Erlebnis ... Es folgten drei weitere Alben des studierten Komponisten, der sein eigenes Label GOD RECORDS betreibt.
Mit seiner neuen Veröffentlichung bleibt der aus Banja Luka stammende und seit seinem Studium in Graz lebende KAJKUT, der auf den Vorgängeralben die Gesangspassagen sogar selbst übernahm, in einer dunklen Stimmungslage. Doch ist "Terrible Fake", anders als die erwähnten Alben, gänzlich frei von Gesang. Hier sind es vor allem die Piano-Passagen, die tragen. Dazu ein Schlagzeug, dessen Einsatz die Musik zwar nicht deutlich flotter macht, doch in die Nähe des Gängigen bewegt. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass es sich bei den Kompositionen von KAJKUT um so etwas wie Popmusik handelt. Nein. Das Schlagzeug spielt ja auch mehr irregulär gebrochen und erinnert, wenn der Vergleich überhaupt zulässig ist, am ehesten noch an so etwas wie Trip-Hop. Auf jeden Fall stellt sich kein Groove ein, jedenfalls kein konventioneller. Das Ganze bewegt sich vielmehr in Bereichen eines nicht klar definierten Tonal-Systems. Es erinnert etwas an Jazz. Allerdings auch an Drone – nur eben nicht elektronisch, sondern mit Klavier und Schlagzeug erzeugt. Das heißt, die Musik ist nicht gänzlich abstrakt. Sie bewegt sich in Bereichen, die einem nicht völlig unbekannt sind.
Auf "Terrible Fake" (01) hören wir nun tief sitzende Töne. Da werden meist nur die auf der linken Seite der Klaviatur befindlichen Tasten gespielt. Da schwingt es dementsprechend tief. Und da fällt auch schon mal die Dynamik so tief ab, dass man denkt, das Stück sei zu Ende ...
Wegen des je nur einen Titels pro Seite könnte man nun auch meinen, es handle sich bei dieser Veröffentlichung um eine Single. Dies wird auch durch die Infos zur B-Seite gestützt. Da heißt es, dass "Terrible Dub" (02) die Dub-Version des ersten Stückes ist – minimiert, verlangsamt, gedehnter und, weil der erste Titel bereits schwer finster klingt, dann nun noch tiefer. Ganz wie auf einer Single, die auf der B-Seite entweder ein noch unbekanntes Stück enthält oder eine bearbeitete Version der A-Seite.
Für die Einspielung saß ANTON POLK am Piano. Und ISTOK KLEMEN spielte auf der A-Seite das Schlagzeug und bediente auf der B-Seite den Drum-Computer, der mit Fragmenten des auf der ersten Seite gespielten Schlagzeugs gefüttert wurde. Ja, und auch das klingt, es klingt wie bereits am Anfang furchtbar-schrecklich-angenehm.

 
awk für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» SLOBODAN KAJKUT-Seite
» SLOBODAN KAJKUT auf bandcamp
» Label-Seite


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Zusammenfassung
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Inhalt
A1: Terrible Fake 22:53
B1: Terrible Dub 25:26
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