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Michael We.

TROUM & RAISON D'ÊTRE: De Aeris In...

...Sublunaria Influxu. Ohne (viele) Worte


TROUM & RAISON D'ÊTRE: De Aeris In...
Genre: Drone
Verlag: Essence Music
Erscheinungsdatum:
August 2015
Medium: CD / Digital
Preis: ~13,00 €
Kaufen bei: Drone Records


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Schön, wenn vorab kaum Worte nötig sind, weil allein die Tatsache der Zusammenarbeit zweier namhafter Künstler oder Bands für sich steht. Das deutsche Duo TROUM trifft auf den Schweden PETER ANDERSSON. Meine persönlichen Drone-Helden, die wie kaum eine andere Gruppe den Begriff 'Drone' mit Leben füllen, treffen einen der wichtigsten Dark Ambient-Workaholics mit seinem Hauptprojekt RAISON D'ÊTRE. Obwohl 'aufeinander treffen' eigentlich nicht das richtige Wording ist. Viel eher passt zum Beispiel 'aneinander schmiegen', denn entsprechend verwoben und organisch ist die über vier Jahre sorgfältig vorbereitete Zusammenarbeit ausgefallen.

"Folia" (01), der Opener und eines der zwei kurzen Stücke, beginnt mit schwebenden Drones, die ich sofort TROUM zuordnen würde. Das Knistern und Knastern wiederum, welches unterschwellig für Unruhe und Grautöne sorgt, gehört zu RAISON D'ÊTRE. Diese Zuordnung lässt sich über weite Teile des Albums vornehmen. Nach dem dezenten Vorspiel entsteht mit "Alio Tempore" (02) das Bild einer riesigen Kathedrale: abwechselnd tönen schwere und leichte Gongs, Soundcluster im Stile eines Chores schieben sich langsam nach vorne. Im Untergrund ergänzt ein Klirren die Szenerie. Über spacige, flirrende (Gitarren?)Sounds ergibt sich ein ruhiger, gleitender Ausklang. Auch "Oculum Mundi" (03) arbeitet mit Kirchenglocken-ähnlichen Loops, wie überhaupt die Stücke oft sakral wirken. Hier folgt allerdings eine hektischere Wendung, mit Dramatik durch mehr Geschwindigkeit inklusive eines mächtigen Trötens. "Atmosphaera" (04) ist warm und weich, sehr dronig eben, mit diesem kleinen Maschinen-Rattern anbei. In "Meditationum" (05), dem längsten Track, bilden atmende, singende Drones eine chorale Fläche, sorgen für weites und gelöstes Ambiente. Konkretere, schnarrende Klänge schieben sich nach einigen Minuten hinein, und die im Verlauf zunehmend längeren, gleißenden Drones erinnern mich an Musik für (oder von) Eisberge(n), untermalt von an dieser Stelle sehr organischen Sounds wie Grillenzirpen. "Flammae" (06) ist mit seinen drei Minuten für mich das schönste und auch wehmütigste Stück des Albums, die Drones formen eine betörende Melodie. Und "Ad Infinitum" (07) wirkt zum Abschluss auf mich besonders mächtig, fast bedrohlich oder unheimlich. Der Track hat was von einer Verabschiedung, von Dahinfloaten, insbesondere am Ende mit eisigem Krächzen und Schieben, mit fast menschlichen, stöhnenden Drones.

Als hätten TROUM und RAISON D'ÊTRE schon immer miteinander gearbeitet, klingt "De Aeris In Sublunaria Influxu" in der Summe seiner Bestandteile äußerst harmonisch. Die angesprochene Aufteilung der Sounds in deutsch und schwedisch, in flächige Drones und Dark Ambient-Geräusche ist zwar möglich, beides ergänzt sich aber durchweg hervorragend und ist so sauber aufeinander abgestimmt und gut produziert, dass die Atmosphäre dadurch gewinnt. Hypnotisierende Soundlandschaften, oder lyrischer: Ein Schweben in warmen Grautönen für dunkle Novemberabende.

Das Album kommt auch in einer limitierten Box mit zusätzlichen Tracks auf den Markt...

 
Michael We. für nonpop.de


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Zusammenfassung
Als hätten TROUM und RAISON D'ÊTRE schon immer miteinander gearbeitet, klingt das Album in der Summe seiner Bestandteile äußerst harmonisch. Hypnotisierende Soundlandschaften, oder lyrischer: Ein Schweben in warmen Grautönen für dunkle Novemberabende.

Inhalt
01. Folia (3:01)
02. Alio Tempore (10:05)
03. Oculum Mundi (15:15)
04. Atmosphaera (6:46)
05. Meditationum (18:54)
06. Flammae (3:16)
07. Ad Infinitum (11:14)
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