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PEDER MANNERFELT: EP1


PEDER MANNERFELT: EP1
Genre: Post Industrial
Verlag: digitalis...
Medium: Vinyl 12''
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PEDER MANNERFELT aka SUBLUMINAL KID, Teil der Duos ROLL THE DICE und Produzent sowohl dieser Band als auch von FEVER RAY, legt mit seiner „EP1“ ein Stück Musik vor, das mit modulierten Oszillatoren Sounds verbreitet, die ihre Hörer einhüllen und in Regionen mitnehmen, die sicher so noch nicht erblickt resp. gehört worden sind. Hier dröhnt, wummert, knistert und rauscht es, dass man einerseits glauben könnte, man stünde in einer verlassenen Fabrikhalle, in der die Maschinen noch nicht ausgestellt wurden, weil jemand nach Arbeitsschluss vergaß, dies zu tun, andererseits hat man den Eindruck, das dies ein experimenteller Aufbau ist, der von jemandem bedient wird, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Mechanismen der Maschinen zu erforschen. Wahrscheinlich ist's das. Ja, MANNERFELT lässt die vielen Maschinen gleichzeitig laufen. Sie klingen wuchtig und eindrucksvoll in den Ohren. Die Maschinen werden zu einem Organ. Und dieses schlägt gleichmäßig aber schwer schleppend, rasselnd, immer nah an der Überlastungsgrenze. Es pumpt und bläht. Es klappert und rasselt. Doch immer nur kurz, jeweils sieben Mal zwei bis maximal vier Minuten.

Das Intro „Hook (end)“ (01) lässt zunächst so etwas erklingen, das sich wie das Zirpen von Zikaden anhört. Die verhallen dann aber schon bald, untermalt von einer Bassdrum, in eine weite Fläche – bereits an dieser Stelle bemerkt man die Wärme der Sounds, die sich, wie üblich, wenn sie analog, mittels Oszillatoren erzeugt werden, zwischen zwei Zuständen um ein Zentrum herum bewegen, das selbst unbewegt bleibt ... Danach, mit „Psalm and Songs and Voices“ (02), beginnt es rhythmisch zu werden. Eine warme Bassstruktur gesäumt von allerlei Anderem, wiederholt sich. Dazu rasseln an Highhats erinnernde Klänge, die nach etwa der Hälfte des Stückes hinzukommen und ähnlich wie der Grundrhythmus gespielt werden, bis am Ende der letzte Schlag ausbleibt und sich der Rhythmus verschiebt, langsamer wird und schließlich rauschend aushallt ... Mit „Expanding Sineways“ (03) wird es nun ruhiger. Der gespielte Bass erinnert an einen doppelten Herzschlag, der an der falschen Stelle zum Loop geschnitten, mehr klappert als schlägt. Daraufhin wird dieses unrunde Klappern mit „Serpant an Cross Modulated Oscillator“ (04) zum Brummen, Schleifen, Zischen und Fiepen, woraufhin es mit „Pauls Chain VS 2“ (05) dann wieder rhythmisch wird, nun aber knistert und fiept ... „Rhythm Modulated“ (06) bricht danach trocken, als industrielles Gebrumme, da hinein. Es bricht abermals und schließt „With Psalm and Songs and Praises“ (07) ... „Hook“, Titel 1, könnte dann im Prinzip erneut einsetzen, weil der Zusatz (end) dies einerseits vermuten lässt und man andererseits das Bedürfnis hat, alles noch einmal zu hören.

Am 17. Februar folgt der dazugehörige Longplayer „Lines Describing Circles”. Bis dahin kann man MANNERFELTs „EP1“ getrost durchhören, um dann, ist es erst erschienen, mit dem Album weiterzumachen.


 
awk für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» Peder Mannerfelt auf Soundcloud
» Roll the Dice-Homepage
» Label-Homepage

Themenbezogene Artikel:
» P. MANNERFELT: Lines Describing Circles


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Zusammenfassung
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Inhalt
1. Hook (end)
2. Psalm and Songs and Voices
3. Expanding Sineways
4. Serpant and Cross Modulated Oscillator
5. Pauls Chain VS 2
6. Rhythm Modulated
7. With Psalm and Songs and Praises
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