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Michael We.

NOVEMBER NÖVELET: Heart Of Stone (EP)

"It is cold my heart ..."


NOVEMBER NÖVELET: Heart Of Stone (EP)
Genre: Angst Pop
Verlag: Galakthorrö
Erscheinungsdatum:
August 2012
Medium: Vinyl 7''
Preis: ~9,00 €
Kaufen bei: Labelshop


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Über NOVEMBER NÖVELET haben wir schon so viel geschrieben, dass eine Vorstellung nicht mehr Not tut. Ein Paar, zwei Projekte: MR. und MRS. ARAFNA bilden die beiden Aushängeschilder ihres (vermutlich auch von ihnen geführten) Labels GALAKTHORRÖ. Dort HAUS ARAFNA, eine der wichtigsten deutschen Industrial-Bands. Hier NOVEMBER NÖVELET, eher minimalelektronisch. Für mich das Projekt, welches den 'Angst Pop' als eine der Selbstdefinitionen von GALAKTHORRÖ am besten verkörpert.
Längere Zeit war es still um NOVEMBER NÖVELET, nun erscheint ziemlich genau vier Jahre nach der bis dato letzten Veröffentlichung "Sacred" (2008, Besprechung) erneut eine Vinyl-EP mit vier Liedern. "Heart Of Stone" – wie immer in einen schönen, kräftigen Karton eingepackt – trägt die Kühle schon im Namen. Besonders erstaunlich ist, dass bei gleichbleibend hoher Qualität und Wiedererkennbarkeit dennoch eine Weiterentwicklung hörbar ist, was auch schon beim Sprung vom Album "Magic" (2007, Besprechung) auf die erwähnte "Sacred"-EP festzustellen war.

Der Titeltrack braucht kurz, um sich im Takt einzurenken. "Heart Of Stone" (A1) klingt zunächst eher nach Angst Ambient als nach Angst Pop. Umwerfend ist dann die besonders beeindruckende Stimme, Mann oder technisch verlangsamte Frau. Schmerzhaft, verzweifelt, verweht, beinahe schon zu Staub zerfallen. Obwohl die schwebenden Synthiesounds vertraut klingen, ist dieser Song noch geisterhafter als von NN gewohnt. In "The Ocean Of Tears" (A2) ist dann auch die Stimme wieder vertraut, die Klänge dazu erinnern mich immer wieder an Soundtracks zu C64-Horror- oder Jump-Klassikern. Die Melodien sind vielleicht etwas weniger klar als gewohnt, dafür aber noch stimmungsvoller, gespenstischer. Alle vier Stücke besitzen eine enorm morbide Ausstrahlung, lassen die Knochen durchschimmern. Speziell "The Ocean Of Tears" ist wie "Vienna" von ULTRAVOX, während die Musiker beim Einspielen im Kerker verrotten.
Dem Songtitel entsprechend, bietet "Dancing Queen" (B1) einen tuckernden, manchmal auch dezent peitschenden Beat. Dazu steigen analoge Synthieblasen auf, und die mehr sprechenden als singenden, kühl-geheimnisvollen Vocals von MRS. ARAFNA transferieren die Inhalte der EP (Gefühlskälte, Herz aus Stein, Meer aus Tränen ...) in Musik. "Up To Date" (B2) schaltet einen Gang zurück, wird dadurch noch intensiver, eindringlicher. Zu einem gleichbleibenden, langsamen Beat spielt eine Melodielinie wie aus einem Schauerroman, und die nun mehr gesangähnliche Stimme erstrahlt plötzlich im Duett hell / dunkel, ein in den Untergang lockender Zeigefinger.

Minimal, kühl, morbide, ungeheuer rhythmisch auf Basis analoger Beats – eigentlich ist alles schon gesagt worden über NOVEMBER NÖVELET. Es klappt halt einfach immer wieder hervorragend! Angenehm die Ruhe, mit der GALAKTHORRÖ erst dann veröffentlicht, wenn auch wirklich starke neue Songs da sind. Beeindruckend die Nuancen, mit denen das Duo von Album zu EP zu EP eine Weiterentwicklung dokumentiert. Einer der elektronischen Pflichtkäufe des Jahres.

In den kommenden Tagen erscheint eine Besprechung zur zweiten neuen EP (SUBLIMINAL) auf GALAKTHORRÖ...

 
Michael We. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» Hörbeispiel "Heart Of Stone"
» Hörbeispiel "Dancing Queen"

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Zusammenfassung
Minimal, kühl, ungeheuer rhythmisch auf Basis analoger Beats - eigentlich ist alles schon gesagt worden über NN. Es klappt halt einfach immer wieder hervorragend! Die neue EP mit vier Tracks vereint viele bekannte Elemente, zeigt aber auch neue Ideen auf. Noch einen Tick morbider als früher.

Inhalt
* ltd. 793
* 7" EP
* schwarzes Vinyl
* kräftige Kartonhülle

A1 Heart Of Stone
A2 The Ocean Of Tears
B1 Dancing Queen
B2 Up To Date
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