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Michael We.

SVARROGH / ALLERSEELEN / SANGRE CAVALLUM

Temple Of The Sun - Aperitif für das neue Album


SVARROGH / ALLERSEELEN / SANGRE CAVALLUM
Genre: Death Folk
Verlag: Ahnstern
Erscheinungsdatum:
2007
Medium: 3-track CD-EP
Preis: ~8,00 €
Kaufen bei: Steinklang


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In den vergangenen Monaten haben wir uns oft darüber unterhalten, wie viele 'Gaststars' ein Album verträgt, ohne den Langspiel-Charakter zu verlieren und zum reinen Sampler zu werden. Die jüngsten Alben von WERKRAUM ("Early Love Music", Rezension folgt) und SONNE HAGAL ("Jordansfrost", Rezension hier) waren – unter anderem – Anlass für diese Diskussion.
Auf der Maxi-CD "Temple Of The Sun" funktioniert das Konzept der zahlreichen Gäste sehr gut; allerdings beinhaltet sie auch nur drei Lieder, die zudem noch aus einer Hand stammen. Der Bulgare DIMO DIMOV, besser bekannt als SVARROGH, hat die Songs komponiert und sich für den melancholischen, eher rezitativen Vortrag verschiedene Stimmen gesucht. Mit dabei sind 1) der italienische Ambient-Schöngeist VALERIO, einziges Mitglied seines Projekts SYMBIOSIS 2) der Lette JURIS SHILDERS, Betreiber des BEVERINA-Labels, das hauptsächlich martialische Neoklassik anbietet 3) zwei Mitglieder der urigen Folkband SANGRE CAVALLUM aus Portugal und 4) der österreichische Schrat GERHARD PETAK (ALLERSEELEN). Dazu grummelt DIMO an manchen Stellen sein dezentes Black Metal-Geknurre.
Musikalisch knüpft SVARROGH an das letzte Album "Balkan Renaissance" an. Der Black Metal der Frühphase tritt zugunsten von rauem, naturnahem Folk zurück. Immer wieder erinnern Abschnitte an den 'Death Folk' von CADAVEROUS CONDITION (Rezension cadaverous">hier). Alle Teilnehmer bedienen sich ihrer Landessprache, was über die Musik hinaus ein sehr stark europäisches Flair schafft. Saiteninstrumente wie Gitarre und Mandoline sind bestimmend, ihre akustische, oft typisch östliche, sirrende Musik trägt die erzählenden Flüsterstimmen, immer wieder unterbrochen von martialischen, kriegerischen Percussion-Einsätzen. So entstehen im Kopf Gerüche nach Erde und Laub. Die alten Wälder und Ebenen des wilden Bulgariens werden lebendig; stets umkämpft in Zeiten der Fürsten und Könige von Völkern vieler verschiedener Flaggen.
Die Atmosphäre auf "Temple Of The Sun" ist mit der vieler Lieder auf "Wilde Jäger" (STEINKLANG-Themensampler, Rezension hier) vergleichbar: Auf der einen Seite ungestüm und kämpferisch, wie in "Weeping Giant" (Track 03), dem etwas länglichen, trommellastigsten Stück. Auf der anderen Seite traurig-süß wie in "Der Honig der grauen Stadt" (Track 02), das von der einzigartig österreichischen Stimme GERHARDs erzählt wird und von den ebenfalls zur Labelfamilie gehörenden WERKRAUM stammen könnte.
Diese Maxi, schon einige Monate auf dem Markt, ist ein prima Aperitif für das neue SVARROGH-Album "Yer Su" ('Erd- und Wassergeister'), das in diesen Tagen (wie schon "Balkan Renaissance") auf der STEINKLANG-Tochter AHNSTERN erscheint. Es ist ebenfalls folkig – SVARROGH scheint sich vom reinen Black Metal endgültig verabschiedet zu haben – und bevölkert von Gästen wie (natürlich) GERHARD von ALLERSEELEN, mit dem DIMO DIMOV seit langem eine fruchtbare Zusammenarbeit verbindet. Einige Hörproben zu "Yer Su" finden sich hier. Ob das Konzept von "Temple Of The Sun" auch ein ganzes Album trägt, werden wir bald verraten.


 
Michael We. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» SVARROGH @ myspace
» ALLERSEELEN @ myspace
» SYMBIOSIS @ myspace
» BEVERINA-Label @ myspace

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Zusammenfassung
DIMO hat sich endgültig dem Folk ergeben, nur sein Gegrummel erinnert noch an die Black Metal-Vergangenheit. Hier wird das wilde und von vielen Völkern umkämpfte Bulgarien lebendig. Vier Sprachen liefern europäisches Flair, und ALLERSEELEN mit Track 2 ein Highlight. Werbung für das neue Album.

Inhalt
21 Minuten / 3 Tracks

01 Temple Of The Sun
02 Der Honig Der Grauen Stadt
03 Weeping Giant
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