Die Seite wird geladen... einen Moment bitte.

DESIDERII MARGINIS: Seven Sorrows

Evolution heißt Emanzipation


DESIDERII MARGINIS: Seven Sorrows
Genre: Ambient
Verlag: Cold Meat
Vertrieb: Broken Silence
Medium: CD
Preis: ~14,00 €
Kaufen bei: Infrarot
Amazon


Schrift vergrößern Schrift verkleinern

FAMILY: Arial">Es ist schon erstaunlich, sich den Werdegang JOHAN LEVINs, alias DESIDERII MARGINIS’, in der Retrospektive anzuschauen und Revue passieren zu lassen. Der Anfang gestaltete sich karg und beschwerlich, immer begleitet von oftmals negativ assoziierten RAISON D’ÊTRE-Vergleichen. Die Kehrtwende erfolgte durch die vermehrte Verwendung akustischer Instrumente, die von LEVIN, einem Multiinstrumentalisten, von Hand eingespielt und geloopt werden. Die vor zwei Jahren erschienen Alben „The ever green Tree und „That which is tragic and timeless“ gaben beredt Zeugnis dieser Entwicklung ab.

FAMILY: Arial">Das aktuelle Album, das sich LEVINs Obsession für die Zahl „7“ widmet, setzt diese Entwicklung fort. Neben akustischen und elektronischen Gitarren begleiten u.a. ein Klavier, Schlagwerk, Stahlschrott und eine Appalachian Dulcimer die aus digital bearbeiteten Feldaufnahmen, Drones und Sprachsamples generierten Ambientflächen. Ein User in unserem Forum konstatierte, die neue DESIDERII MARGINIS-Scheibe sei in seinen Augen ein Musterbeispiel einer belanglosen Ambientscheibe. Ich möchte da entschieden widersprechen: Im Grunde hat sich JOHAN LEVIN mit „Seven Sorrows“ nicht nur von seinem Alter Ego RAISON D’ÊTRE, sondern auch vom Genre Dark Ambient an sich distanziert: Nicht genug, daß die evozierten Gefühle alles andere als „dark“ sind – mit „Seven Sorrows“ nähern sich DESIDERII MARGINIS durch den erhöhten Instrumenten-, Sprach-, Melodie- und Rhythmusanteil endgültig konventionellen Soundstrukturen an. Kontemplation oder ein Eingleiten in fremde Welten oder die eigene Umwelt sind nicht mehr möglich, die Aufmerksamkeit des Zuhörers richtet sich ganz auf die Musik und ihre Melodien, von klassischem Ambient kann mithin nicht die Rede sein. Das Label „Ambient Folk“ trifft es ganz gut. Gleichwohl weckt die Musik LEVINs Assoziationen, Assoziationen urbaner und ruraler Schönheit. Unterstützung erfährt dies durch die einnehmenden Photographien BIRTHE KLEMENTOWSKIs.

FAMILY: Arial">Den direkten Vergleich zum stagnierenden RAISON D’ÊTRE gewinnt „Seven Sorrows“ jedenfalls haushoch. Nach einer langen Durststrecke serviert das schwedische COLD MEAT-Label neben der aktuellen DEUTSCH NEPAL wieder ein Stück mehr als überzeugender Klangkunst. Schuster, bleib bei deinen Leisten!


 
für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» Desiderii Marginis
» Cold Meat

Themenbezogene Artikel:
» DESIDERII MARGINIS: Vita Arkivet
» DESIDERII MARGINIS: Thaw
» DESIDERII MARGINIS: Procession
» DESIDERII MARGINIS

Themenbezogene Newsmeldungen:
» DESIDERII MARGINIS u.a. bei CYCLIC LAW
» Neues Desiderii Marginis-Album am 20. Juni

Anzeige:
Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln ausschließlich die Meinung des jeweiligen Verfassers bzw. Interviewpartners wieder. Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit schriftlicher Genehmigung durch den Betreiber dieser Seite.
Link-Code zu diesem Artikel:
Wöchentliche Artikelübersicht per Mail
Werde NONPOP- Redakteur...
» Diesen Artikel bewerten
» Kommentar zum Artikel verfassen
Zusammenfassung
Den direkten Vergleich zum stagnierenden RAISON D’ÊTRE gewinnt DESIDERII MARGINIS mit „Seven Sorrows“ haushoch. Nach einer langen Durststrecke serviert das schwedische Cold Meat-Label hier wieder ein Stück mehr als überzeugender Klangkunst.

Inhalt
I. Constant like the northern star
II. Why are you fearful?
III. My diamond in the rough
IV. The bitter portion
V. Silence will stop our hearts
VI. Lifeline
VII. Night pretenders
VIII. I tell the ancient tell
IX. Untitled
NONPOP RADIO
Nonpop Radio starten:

Hier Popup
Ebay- Angebote zum Thema:
Desiderii Marginis
 
desiderii marginis seven sorrows