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Maschinenzimmer

Mushroom Patience - "Water"


Mushroom Patience -
Kategorie: Rezension
Verlag: HauRuck!
Vertrieb: HauRuck!
Medium: CD


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Mit „Water“ veröffentlichte der Italiener Raffaele Cerroni sein neuestes Produkt auf dem Österreicher Hau Ruck Label. Es ist kaum zu glauben, aber die Band existiert tatsächlich bereits seit 1985 und kann demzufolge auf eine lange Historie zurückblicken. In dieser langen Periode fanden immer wieder interne Umbesetzungen statt. In jüngster Zeit, um genau zu sein seit 2001 wird Cerroni von Clau Dedi Giammarini (AIN SOPH), Juergen Weber und Frl. Tost (NOVY SVET), sowie von Flavio Rivabella unterstützt. Letzterer hatte seine eigene Karriere als DER BEKANNTE POST INDUSTRIELLE TROMPETER eingeschlagen. Aus der Zusammenarbeit dieser illustren Schar eigenwilliger Musiker entstand mit „Water“ ein äußerst eigenständiges, verspieltes aber auch schwieriges Werk. Man hat komplett auf Tracknamen verzichtet, da sich alles auf dieser Scheibe um das Element Wasser handelt und demzufolge Bezeichnungen für die einzelnen Lieder überflüssig sind.
Ich möchte das Endprodukt gerne als eine Mixtur aus „Psychedelischen Avantgarde Pop mit Ambient Einflüssen“ bezeichnen, weil mir für diese Art von Musik einfach der passende Begriff fehlt. Zu dieser doch zum Teil recht kuriosen Musik, mit zeitweise dezenten mediterranen Einflüssen, gesellt sich doch immer wieder ein recht schräger und gewöhnungsbedürftiger Gesang. Manche der Stücke grooven mit dünnen Rhythmen leicht vor sich hin, andere wirken wie zähflüssige, träge dahinfliesende Unterhaltungsmusik mit einer nicht von der Hand zu weisenden Schwere. Ständig gesellt sich das plätschern oder rauschen von Wasser in die skurrile Klangkunst. Angereichert wird das ganze immer Mal wieder mit allerlei merkwürdigen Geräuschen und Tönen welche gekonnt in den jeweiligen Kompositionen versteckt wurden. Dennoch ist in sehr vielen Liedern ebenfalls eine äußerst gefühlvolle Komponente vorhanden, was doch letzten Endes einige melancholische Momente zur Folge hat.
„Water“ kann eine sehr beruhigende entspannende Wirkung entfalten, aber ebenso läuft man immer Gefahr, dass einem die dargebotene Musik wahnsinnig an die Nerven gehen kann.

 

 

 


 
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Verweise zum Artikel:
» Mushroom Patience
» Hau Ruck


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Zusammenfassung
Eine äußerst skurrile und merkwürdige Scheibe, die aber mit Sicherheit nicht nur für merkwürdige Menschen geeignet ist.

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