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TANGLED THOUGTHS OF LEAVING: Yield ...

... To Despair


TANGLED THOUGTHS OF LEAVING: Yield ...
Genre: Prog-Rock
Verlag: Birdsrobe


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Voller Wucht und ohne Angst vor der großen Pose, vor dem Pathos und der nicht selten am Pathos klebenden Patina, schwer, furchterregend, stellenweise nach den neueren Alben von SWANS, vielleicht hier und da auch nach den frühen MOGWAI oder aber nach GODSPEED Y.B.E. klingend, wüten TANGLED THOUGTHS OF LEAVING auf ihrem neusten Album „Yield To Despair“. Dabei besteht es – was ein Auf und Ab, das Heben und Senken der Stimmung bzw. Gefühlslagen ermöglicht – aus sehr langen Titeln. Zehn Minuten im Schnitt. Und mehr. Es ist ausgesprochen lang und doch so abwechslungsreich, dass es im positiven Wortsinn kurzweilig bleibt. Die Basslinien laufen technisch perfekt unter dem Schlagzeug- und Gitarren-Sound. Dazu wird immer wieder auch Piano gespielt. Ab und an schiebt sich ein Knarzen unter die Soundwand, welches vom Plektrum, das über die Saiten gezogen wird, stammen könnte. Immer wieder auch Passagen, die an das Konkrete oder an Feldaufnehmen erinnern.
Heftige Einlagen des Schlagzeugs wechseln sich mit ruhigen Passagen ab. Manchmal baut es sich zunächst langsam auf, mündet dann aber ins infernalische Miteinander aller Instrumente. Besonders am Ende des aus zwei Teilen bestehenden Doppel-Stückes „The Albanian Sleepover“ (01 und 02). Nicht so drückend: „Shaking The Futility“ (03). Im Gegenteil. Dieser Titel fällt in die Stille. Nur das Klavier und etwas Gitarrenuntermalung nebst sacht gespieltem Schlagzeug sind zu hören. „Downbeat“ (04) hingegen ist wieder viel bedrohlicher. Dieser Titel ist der längste des Albums, fast 19 Minuten lang und laut Pressetext eine Mischung aus Noise, Avantgarde, Doom, Post-Rock und Stille, die von einem Klavier begleitet wird. Ansonsten sei diese Band ein Prog-Rock-Quartett, was allerdings nicht so genau den Kern der Sache trifft, denn hier klingt es doch mehr nach Schwerem, nach einem Tiefdunkel, das ab und an aufklart, um manchmal verspielt doch wieder nur in die nächste Finsternis abzurutschen. So auch ab etwa der Hälfte dieses Titels. Hier rutscht die Stimmung fast ins Industrielle, entgleitet, um sich dann aber doch wieder zu fangen – was allerdings nicht lange anhält. Denn es kracht, wirkt durch das schnelle Spiel des Schlagzeugs nervös, hektisch und doch auch erhebend. Wohl das eindrucksvollste Stück. Der Titeltrack „Yield To Despair“ (05) schließlich beginnt wieder leise. Ein Ausklang. Das letzte Stück auf der Platte. Doch weit gefehlt. Es dauert nicht lang und eine schwere Gitarre setzt ein, ein Riff, das sich durch den Titel schleppt und von der Bassgitarre unterstützt, doomig, finster bleibt und mit einem leise eingeblendeten Chor und dem Klavier schließt. Jedenfalls kann man das glauben, folgt man dem Aufbau des Titels, der uns aber hinters Licht führt, wie man so sagt. Ab der neunten Minute nämlich hören wir nur noch etwas Klavier. Doch es will nicht enden. Es setzt das Schlagzeug ein. Die Tombs werden gespielt, und zwar so, als wär der Titel nun aber wirklich zu Ende. Doch setzen dann wieder die Gitarren ein. Erst noch verhalten, dann mit voller Wucht ...
Manchmal wirkt das Klavier etwas, nun sagen wir, kitschig, aber insgesamt ist dieses Album von einer Qualität, die den Kauf dieser Platte nur nach sich ziehen kann.

 
awk für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» Homepage von TANGLED THOUGTHS OF LEAVING
» TANGLED THOUGTHS OF LEAVING auf bandcamp
» Label-Homepage


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