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Tony F.

RAPOON: Fall Of Drums


RAPOON: Fall Of Drums
Genre: Ambient
Verlag: Zoharum
Erscheinungsdatum:
September 2014
Medium: CD
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Quasi zeitgleich mit der Veröffentlichung des Gemeinschaftsprojekts „Machine River“ von RAPOON & PROMUTE veröffentlicht ROBIN STOREY mit „Fall Of Drums“ ein Solo-Album, das sich dem typischen Ethno-Ambient des Projekts verschreibt. Produktionstechnisch geht STOREY dabei einen Schritt zurück, indem er den analogen Ansatz und das Arbeiten außerhalb des Rechners wieder in den Vordergrund stellt, wobei dies fast schon wieder zeitgemäß ist, da doch einige Künstler wieder bewusst vom Rechner als alleinigem Werkzeug abgehen. Zu hören ist das nicht unbedingt zwingend, jedoch erscheint der Sound etwas rauer, die Loops etwas kantiger – das mag man sich aber auch nur hineinhören. 

Wie so häufig bei RAPOON ist dieses Album dabei nichts für Hektiker, da die vier Stücke in nur einem Fall unter der 10-Minuten-Marke bleiben. Bei Stücken wie „A Gallery Of Crows“ oder „The Heat Beguiles“ begegnen dem Hörer dann auch die typischen Ethno-Rhythmen, denen mäandernde Soundschleifen anbei gestellt werden. Bei „Upstairs And Sheep“ wird dagegen mit leicht unrund, gegenläufigen Rhythmus-Loops gearbeitet, die dadurch und unterstützt durch ein deutlich anschwellendes, quasi summendes Klanggerüst ein beständiges Unruhegefühl auslösen. Zentraler Werkstoff auf „Fall Of Drums“ sind allerdings Stimm- und Gesangsfetzen bzw. -linien, die teils wie Tupfer auf den ruhigen Soundfluss gesetzt werden oder auch geloopt, mit Effekten oder in der Tonhöhe bearbeitet, eingesetzt werden. Gerade „The Heat Beguiles“ ist hierfür ein Paradebeispiel. 

Kritisch anmerken kann man hingegen, dass der Spannungsbogen nicht immer über die gesamte Länge der Stücke gehalten werden kann. Bei „A Gallery Of Crows“ fragt man sich z.B., ob man hier nicht doch die eine oder andere Minute hätte kürzen können – zumal sich das Stück irgendwann regelrecht zum Ende schleppt. Aber auch „The Heat Beguiles“ hätte man einen Tick kompakter und schlüssiger gestalten können. Misstrauisch macht in diesem Zusammenhang leider mittlerweile der doch beträchtliche Output des Projekts in den letzten Jahren. Das lässt den Hörer natürlich irgendwann die Frage stellen, ob die Reflektion über das Material letztlich ausreichend gewesen ist. Insgesamt betrachtet legt ROBERT STOREY aber ein ordentliches, unaufgeregtes Ethno-Ambient Album vor, das – so sachlich muss man bleiben – andererseits aber auch niemanden zu Begeisterungsstürmen hinreißen wird.


 
Tony F. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» RAPOON @ Facebook

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Inhalt
A Gallery Of Crows
Beneath And Beyond
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