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MAGIC PANDA: Temple Of A Thousand Lights


MAGIC PANDA: Temple Of A Thousand Lights
Genre: Electronica
Verlag: Tigerbeat6


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Der 31jährige Produzent JAMIE ROBSON, der sich MAGIC PANDA nennt, legt mit „Temple Of A Thousand Lights“ seinen ersten Longplayer auf dem KID606-Label TIGERBEAT6 vor. Auf diesem sind, wie man das so macht, die vor dem Album einzeln erschienenen Titelstücke der EPs „Numbered“ und „Tokyo“ enthalten. Erfolg hat eben auch damit zu tun, dass man Bekanntes mit noch Unbekanntem mischt. So kann man auf der CD dann auch leichte, poppige und aus den Bereichen des Techno, Progressive House, Electronica und Ambient stammende Sounds, Melodien und Arrangements heraushören. Dazu noch etwas Shoe-Gaze und Post-Rock und ... Ja, MAGIC PANDA bedient sich hier aus einem weit gespannten Spektrum dessen, was die Musikstile an Inhalt und Form alles so zu bieten haben. Dazu dann eingängige, verspielte Melodien, die über den manchmal interessanten Rhythmiken allerdings derart herumrühren, als wäre diese Musik eine wohl temperierte, leichte, mediterrane aber doch recht ungesalzen fade Minestrone.

ROBSON kam erst 2011, also doch relativ spät, zur elektronischen Musik. Er mixte zunächst Tracks von z.B. LAURENT GARNIER, wandte sich dann irgendwann aber selbst der kluborientierten Musik zu und bespielt nun mit eigenen Titeln, und das sehr erfolgreich, die Dancefloors. Schon dem ersten Titel, „Tokyo“, hört man die Ausrichtung auf die Klubs an. Er beginnt mit einem von einem Filter mehr mittig gehaltenen Synthesizer-Sound. Der Filter wird dann umgehend herausgedreht, um mit dem Beat und der Melodie voll einzusetzen. Nach dem ersten Drittel fällt der Sound dann etwas ab, um erneut einzusteigen. Und am Ende hallt dieser Titel langsam aus. „A Perfect Circle“, Titel zwei, ist von seinen rhythmischen Elementen her sehr nah an den verspielten des RICHARD D. JAMES. Dazu eine Melodie, die einer hohen weiblichen Stimme ähnelt und den Titel sehr sphärisch aber bald schon etwas langweilig macht. So auch „Days Are Numbered“. Das hier ist alles sehr leicht und verspielt ... Abgesehen von einigen Midtempo-Stücken bleibt die gesamte CD im etwas höher angesiedelten Geschwindigkeitsbereich. Jedoch ist sie nie zu schnell. Schließlich soll man dazu tanzen, mit ihr mithalten können. Und hält man da mit, kann man sich irgendwann, irgendwo in südlichen Gefilden unter einer warmen Sonne wiederfinden.

Alles in allem hören wir hier eine Musik, die man wie bestimmte Gegenden und Gerichte schon mögen muss, um sie tatsächlich genießen zu können. Es liegt also bei jedem Einzelnen, das für sich, wie das Salz in der Suppe, herauszuschmecken.


 
awk für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» MAGIC PANDA auf Soundcloud
» Label-Homepage


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