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andrewkorsch

KANE IKIN: Sublunar


KANE IKIN: Sublunar
Genre: Electronica
Verlag: 12k
Medium: CD
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Der aus Melbourne stammende Australier KANE IKIN – auch bekannt als die eine Hälfte von SOLO ANDATA – legt aktuell mit "Sublunar" sein erstes Soloalbum vor. Es folgt auf die EP "Contail", die im letzten Jahr auf 12k erschienen ist und als deren direkter Nachfolger angesehen werden kann. Sowohl die EP als auch der neue Longplayer verzichten sämtlich auf digitale Aufnahmetechnik. IKIN geht es nämlich in erster Linie um die Sounds und deren Qualität und nicht um die Qualität der Sounds. So entstanden durch Tapeüberspielungen und -echos, mit analogen Synthesizern und alten Drum-Maschinen, knisternde und kratzende Sounds, die zwar einen eher semi-professionellen Eindruck hinterlassen, doch eine Dichte hörbar machen, die mit digitaler Technik nicht zu produzieren wäre.
Im Gegensatz zu "Contail" ist "Sublunar" jedoch reduzierter, d.h. hier wird auch auf die noch auf der EP zum Einsatz gekommene Gitarre verzichtet. Auf "Sublunar" steht – wenn auch eher versteckt wirkend – die Rhythmik im Vordergrund. Diese wurde unaufdringlich eingesetzt und gibt zu erkennen, dass KANE IKIN ein Gespür für ihren Einsatz hat. Manchmal besteht sie nur aus einem rhythmisierten Knisterton. Dann erinnert ihr Sound an ein Gluckern oder Poltern, an ein auf etwas Organisches mechanisches Schlagen, das einen dumpfen Klang erzeugt. Dazu kommen die dronenhaften Synthesizerflächen, die hörbar stehen bleiben – nicht ton- doch melodielos. Lediglich das, was man eventuell noch Reihe nennen könnte, taucht über den Flächen ab und an auf. Insgesamt entsteht so eine doch dunkel zu nennende Atmosphäre. Dieser entsprechend wurde das gesamte Album fast ausschließlich in Nächten, wenn es dunkel, ruhig ist und nur der Mond scheint, die Sterne oder Straßenlaternen leuchten, aufgenommen. Warme analoge Klänge, Knistern und weit gespannte Flächen ohne groß angelegte Melodiebögen verkünden, dass der Tag bald anbrechen wird. Doch eben erst bald.
Sollte man also die Musik von KANE IKIN verorten wollen, so befindet sie sich wohl irgendwo zwischen Schlaf und halbwachem Dämmer.


 
andrewkorsch für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» KANE IKIN-Homepage
» KANE IKIN auf Soundcloud
» Label-Homepage


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