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Roy L.

IANVA :: Disobbedisco!

un festival d'avanguardia e d'amore


IANVA :: Disobbedisco!
Genre: Folk (-Rock)
Verlag: Il Levriero
Vertrieb: Il Levriero


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Nimmt man das langerwartete Debütalbum der genovesischen Band IANVA zum ersten Mal zur Hand, wagt man in Wirklichkeit den ersten Schritt in einen antiquarischbaufälligen, norditalienischen Kinosaal. Ein ganz besonderes "teatro magico", wie man es nur südlich der Alpen finden wird. Was hier gespielt wird, sind ausschließlich leidenschaftliche Romanzen im Schatten der italienischen Geschichte, ein wenig antik und sicher unzeitgemäß, mittlerweile bedeckt vom Staub einer dürftigen Zeit. In diesem epischen Werk wird ausgegraben und in reichen Bildern gesungen. "Disobbedisco!" ist der archäofuturistische Kuss einer halbtrunkenen Muse, die an einem strahlenden Morgen in Genua ihrem mehrere Dekaden währenden Ruheschlaf entstieg.

"E che m'importa d'essere vinto nello spazio, se sono destinato a vincere nel tempo."
-
"Und was kümmert es mich, im Raum unterlegen zu sein, wenn ich dazu bestimmt bin, in der Zeit zu siegen."

Gabriele d'Annunzio

Als sich Italien im Jahre 1915 auf Seiten der Entente emphatisch in den großen Krieg stürzte, waren daran naturgemäß auch beachtliche Erwartungen territorialer Gewinne geknüpft und sogar mit den Alliierten abgesprochen wurden. Zu Ende des Krieges setzten sich die italienischen Streitkräfte gegenüber Österreich-Ungarn durch und erzwangen den Status einer siegreichen Nation. Die darauffolgenden Verträge von Versailles und Paris sollten das Schicksal des europäischen Kontinents nachhaltig und unglücklich beeinflussen. In Italien sprach man von den Ergebnissen des Friedensabkommens als einen "verstümmelten Sieg", das vielbeschworene Völkerrecht fand von allen Parteien eine eher verzerrte Anwendung. Die Italiener fühlten sich um das vergossene Blut betrogen, blieb ihnen doch die Hafenstadt Fiume (heute kroatisch - Rijeka) trotz aller Bemühungen verwehrt. Für viele Nationalisten war das ein Schlag ins Gesicht, allein der militärisch hochdekorierte Dichter Gabriele d'Annunzio reagierte darauf mit einer oft falsch interpretierten ästhetischen Aktion. Mit nicht mehr als Zweitausend schwarzgekleideten "Arditi" - einer nach dem Krieg demobilisierten Elitetruppe - marschierte er am 12. September 1919 auf die damals italienisch dominierte Stadt und besetzte sie für sechzehn Monate. Was während dieser Zeit in Fiume vorging, geht weit über die vielexerzierten Prozedere eines Besatzungsstatus hinaus. Gemeinsam mit dem Anarchisten Alceste de Ambris gab der "Comandante" d'Annunzio der Stadt eine neue Verfassung - die "Carta del Carnaro", die "Musik zum Grundprinzip des Staatswesens machte". Täglich trug d'Annunzio Gedichte und Manifeste von seinem Balkon aus vor, abends feierte man mit Tänzen, Konzerten und Feuerwerken. Fiume war zu dieser Zeit zu einem Festival der Avantgarde geworden, zu einem rotweindurchsetzten Traum in der Schnittmenge von Ästhetik und Dekadenz, der durch das späte Reagieren der italienischen Regierung im "Natale di sangue" ("blutige Weihnachten") Dezember 1920 ein jähes Ende fand. Vielen gilt d'Annunzios Staatstreich als die erste Äußerung des faschistischen Stils, seinen Ungehorsam ("disubbidienza") sollte man aber auch in Verbindung zu dem aufwallenden Gemüt des Dichters sehen.
Gabriele d'Annunzio war ein wortgewaltiger Ästhet, sein "Unternehmen Fiume" (‚l'impresa Fiume") vielmehr künstlerische Geste als militärischer Stoß. Für jegliche politische Realität mag ihm der Absinth die Sinne vernebelt haben, doch setzte sich in der Besatzung seine aus Liebesaffären und pathetischen Dichtungen geborene feurige Fantasie konsequent fort. Für d'Annunzio war Fiume vor allem die kurzlebige Verwirklichung seiner eigenen Poesie.

Dieser kleine geschichtliche Exkurs war nötig, um den Kosmos von "Disobbedisco!" besser nachvollziehen zu können. Auf dem eben geschilderten Hintergrund haben IANVA für ihr atmosphärisch dichtes Debütalbum ihre eigene Handlung erfunden. Es ist die tragische, durch und durch italienische Liebesgeschichte eines kriegserfahrenen Soldaten (Maggiore Renzi) und einer gefeierten Chansonette (Elettra Stavros), die sich in elf, mitunter recht ausgedehnten Kompositionen entfaltet und Blut und Herzen in Wallung bringt.
Nach dem schlagkräftigen, impulsiven Intro, stellt uns das von der gleichnamigen Vorab-Single stammende "La Ballata dell'Ardito" den männlichen Protagonisten vor und läutet den sehr speziellen post-folkloristischen Stil ein, mit dem IANVA in Zukunft in Verbindung gebracht werden. In einem balladesken Tanz voller Akustikgitarren, Trompeten und Akkordeon wird der "Ardito" Renzi als ein gescheiterter Kriegsheld, ein verbitterter Idealist, fast schon etwas zynisch, aber im Grunde mit dem Herzen denkend charakterisiert. Bereits hier fällt auf, was für das Album in seiner Gesamtheit gilt: das voluminöse Zusammenspiel der Instrumente passt sich ständig den verschiedenen Stimmungen des unbeschreiblich ausdrucksstarken Gesangs an. Soldatische Verwegenheit, überschwänglicher Mut, feurige Kampfeslust, schwärmerische Verliebtheit, wehmütige Erinnerungen, schier auswegslose Melancholie und dandyhafter Alkoholismus - alles davon wird in der nicht ganz einstündigen Spielzeit berührt und das erfahrene Künstlerkollektiv IANVA lässt jedes dieser Gefühle tatsächlich echt und wirklich gelebt wirken. Der Maggiore wird in die historischen Ereignisse hineingezerrt und als Hörer braucht man gar keine Anstalten zu machen, hinterherzuspringen, man wird ohnehin wie von Geisterhand mitgerissen.

Auch Renzi gehörte den "Reparti d'assalto" an, der italienischen Eliteeinheit, die nach blutig und tapfer geleistetem Kriegseinsatz demobilisiert und aufgelöst werden sollte. In "Vittoria Mutilata" erinnern er und sein Kamerad sich der gemeinsamen Vorkriegszeit, dem begeisterten Taumel ob des bevorstehenden Kampfes, dem Unmut über die eingerostete, schäbige Zeit, der Lust zur Utopie und Weltverbesserung. Die Realität des Ersten Weltkriegs jedoch wurde zum fürchterlichen Lehrmeister ihres jugendlichen Leichtsinns.

"'Guerra sola igiene del mondo', dicevi e su tutto la convinzione che la militanza non fosse che Arte e che l'Arte non fosse che Azione…"
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"Du sagtest 'Krieg ist die einzige Reinigung der Welt' und über allem herrschte die feste Überzeugung, dass Militarismus nichts anderes als Kunst und Kunst nichts anderes als Aktion sei..."

Der mechanische Kriegsalltag führte die kämpfenden Soldaten zu einer Entwurzelung ihrer Ideale, die nichts als Verzweiflung und Bitterkeit übrig ließ. Im simplen Treuekodex der "Arditi" sah der vom Krieg wie vom Frieden enttäuschte Maggiore seinen einzigen Halt und schöpfte daraus Kraft zum Widerstand und Ungehorsam gegen die infam heraufziehende neue Weltordnung.

"Le armi noi non deponiamo. E restiamo, restiamo, restiamo…"
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"Wir werden die Waffen nicht niederlegen. Und hier werden wir bleiben, hier wo wir sind..."

Das ganze wird in einen treibenden Folkrocksong verpackt, der mit seinen dunkelgefärbten Akustikgitarren und dem gestenreichen, melodischen Bass nostalgisch an manche Progressive-Folk Bewegungen der 70er erinnern lässt. "Vittoria Mutilata" klingt mit einem lauten Gitarrensolo dynamisch aus und gleitet daher stimmig in das kämpferische "Di nuovo in armi!" über. Renzi folgt seinem Kommandanten d'Annunzio als einer der Freischärler nach Fiume und erlebt in der Besatzung ein ekstatisches Stimmungsbild des Wiedererwachens der alten Lebensgeister. Musikalisch ist das Stück eine einzige Orgie aus polyrhythmischer Perkussion, Fanfaren, Flöten und einer unglaublich emphatischen Stimme. Das Schlagzeug imitiert mit großer Schlagkraft militärische Schnarrentrommeln und wirkt umso mitreißender als all die anderen blasshäutigen Versuche in diesem Genre. Woran ein Großteil der "Militaria-Neofolker" ernsten Mangel leidet, haben IANVA wahrlich im Überfluss: ehrliche, aufrichtige Leidenschaft und Herz. Nicht unwesentlich lautet daher eine Zeile im Liedtext:

"Obbedire all'Amore é il novissimo imperativo."
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"Der Liebe verpflichtet zu sein ist unser neuester kategorischer Imperativ."

Mit Verklingen dieses orgastischen Festes ist ein magischer Zustand eingetreten, die Ekstase rückt an eine höhere Stufe, die Musik ruft ein ästhetisches Zelebrieren vom Himmel, das nicht enden will und sich über Fiume wie ein unwirklicher Sprühregen verteilt. Dies ist der günstigste Zeitpunkt für das Auftreten des weiblichen Parts. Im "Café dell'Hotel Europa" feiern d'Annunzio und seine "Arditi" ihren Triumph und den Jahreswechsel 1919/20, die ganze Stadt scheint in einen tiefen Rausch versunken zu sein. Eingeleitet von einer würzig-italienischen Ansage und einem herrlich altmodischen Synthiepad singt Elettra Stavros ihren Tango mit heiserer und leidenschaftlicher Inbrunst, das Akkordeonintermezzo verleiht dem Lied dazu einen urigwilden, folkigen Charakter. Man möchte auf die Knie fallen vor all dieser  Eleganz, dieser Schönheit und entfesselten Erotik. In diesem Gesang verschließt sich die vielfarbige weibliche Mystik, die Charakteristik der Stavros ist ganz naturgemäß komplexer und undurchschaubarer als die des männlichen Protagonisten. In eine sinnlichere Metaphorik verhüllt, mimt die göttlichdekadente Tänzerin und Sängerin nach außen hin die fauchende Raubkatze und lässt ihre im Inneren zerbrechliche und verletzliche Seele behände tanzen.

"Perché luna nuova sarò, meretrice e poi Santa, e la mia malapianta in giglio io muterò…"
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"Ich werde dein neuer Mond sein, eine Hure, dann eine Heilige und meinen schlechten Keim werde ich in eine Lilie verwandeln..."

Noch erstarrt vom Anblick und dem Auftritt der Stavros, gerät Maggiore Renzi in einen plötzlich entfachten tieftrunkenen Tanz. "Sangue Morlacco" ist auch der Name eines hochprozentigen Kirschlikörs, den er vor allem seiner tiefroten Färbung verdankt. Mit rauschendem Blut lassen die ungestümen Gitarrensaiten dieses Instrumentals den Tanzboden einer jeden Osteria förmlich in Flammen aufgehen. Der Maggiore taumelt. Er taumelt in die zerreißende Ungewissheit des fast schon kitschig zuckersüßen Schlagers "Per non dormire" hinein. Immer mehr durchdringt die besetzte Stadt die Illusion einer lebensfähigen Dekadenz. Renzi fährt bei dem Gedanken an Elettra ein Stich durchs Herz. Er ist wahnsinnig verliebt und doch der Soldat seines Kommandanten. Er schwankt trunken von beiden Polen zwischen Pflichtgefühl und Leidenschaft. Der utopische Zauber der grenzenlosen Möglichkeiten, der anfangs das "Unternehmen Fiume" umspielte, verwandelt sich nun in Hindernisse und Unmöglichkeiten, die Liebenden werden nicht zueinander finden können. Die Tragödie und deren Krisis tritt immer im Zenit der Spannung ein und so ist es nicht verwunderlich, dass das Stück von einer beeindruckenden, theatralischen Größe getragen wird. Mit dem imposanten Gesang und dem eingängigen Trompetenrefrain wirkt es wie eine moderne Intonierung großer Meisterwerke der alten Schule, Jacques Brel oder Scott Walker kommen einem in den Sinn.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf und die fabelhaft inszenierte Tragödie von "Disobbedisco!" verlagert sich auf ein historisches Ausmaß. Der Vertrag von Rapallo, erklärt Fiume zur Freistadt und übt somit Druck auf d'Annunzio aus, der in seiner berauschten Aussichtslosigkeit der italienischen Regierung den Krieg erklärt. In "Traditi" wendet er sich das letzte Mal an seine Kameraden. Dem "Comandante" leiht dabei der italienische Komponist und Sänger Andrea Chimenti seine Stimme. Der Traum des avantgardistischen Festivals löst sich in den flammenden Rauch der von der italienischen Flotte beschossenen Stadt auf. Die Bevölkerung trifft in dem hereinbrechenden Feuer auf den harten Boden der Wirklichkeit. Elettra ist gefangen in ihrer verzehrenden Sehnsucht, sie weiß, dass Renzi in Fiume verloren ist und dennoch singt sie sich in eine fieberhafte Hoffnung hinein. "Fuoco a Fiume" ist von einer gewaltigen Dramatik durchzogen, es lebt nahezu nur von alarmierendem Trommelwirbel und aufschreienden Trompeten, die scharf und steil aus der ansonsten so verträumten Ekstase des Albums aufragen.
Für Maggiore Renzi und die "Arditi" bedeutet dies die plötzliche Mobilisierung aus einem fortwährenden Absinth- und Lebensrausch heraus. Das Feuer, um das sie die vergangenen Monate tanzten, war im Grunde nur ein künstliches, ästhetisches, das sie für den echten Flammenherd anfällig machte. Die Musik von "Muri d'assenzio" transportiert dieses aufregende Gemisch aus wilder Trunkenheit und strengem Soldatentum mit dem archetypisch dekadenten Piano und dem umherschweifenden Akkordeon, das in der trotz allem vorwärtspreschenden Perkussion schließlich seinen Takt findet.

"Un sogna che sfumo nel piombo, si sa, val bene un'avanguardia estetica, ma ora è la realtà…All'armi!"
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"Ein Traum, der sich in Blei auflöst, weißt Du, ist einer avantgardistischen Ästhetik würdig. Doch nun verlangt uns die Wirklichkeit...an die Waffen!"

Im "Natale di Sangue", dem "blutigen Weihnachten" von 1920, da italienische Regierungstruppen die Besatzer von Fiume angreifen, findet die Geschichte des Unternehmens Fiume und mit ihr einige Soldaten ein fatales Ende. Maggiore Renzi zieht in den vergeblichen Kampf, in Gedanken bei Elettra, der er ein Wiedersehen in Triest verspricht. Für ihn  klingt der überschwängliche Imperativ der totalen Hingabe mit melancholisch berührten Klaviertasten aus.
Im Hafen von Triest wartet Elettra auf ihren Geliebten. Das Outro überträgt die Dramatik dieser Schlussszene mit herausragender Präzision. Erst das zögerliche Schwanken und Hoffen im ungeduldigen Gitarrenspiel, dann der wie ein Unwetter heranbrausende nostalgische Synthesizer, der in seinem warmen Anschwellen die Todesgewissheit und unaussprechliche Tragik mit sich trägt.
Eigentlich wäre es nun Zeit für einen Abspann, doch stattdessen wagen IANVA einen Sprung in die späten Zwanziger Jahre. Die Stavros ist eine von Opiaten abhängige, heruntergekommene Chansonsängerin in den Hamburger Häfen, die für das halb besoffene Publikum eine rauchige und passionierte Version des traditionellen "O' Surdato 'Nnammurato" vorträgt. Es ist ein endgültiger Abschied an alle großen Illusionen des Lebens und dennoch ein herzerweichendes Liebeslied. Für IANVA ist es außerdem eine Hommage an die einzigartige Schauspielerin Anna Magnani, die, wäre "Disobbedisco!" ein Film geworden, eine glänzende Besetzung für die Elettra hätte sein können.

Das italienische Kino kennt eine unermesslich lange Liste an großen, bedeutenden Namen und auch wenn sich die Künstler von IANVA einem anderen Metier verschrieben haben, man könnte sie zweifelsohne dieser Liste hinzufügen. Mit "Disobbedisco!" erzählen sie eine Geschichte in Noten und Liedtexten, denen es nicht schwer fällt, die dazu äquivalenten Bilder im Kopf des Hörers zu erzeugen. Ihr Stil hat Größe, er ist altmodisch, der heutigen Zeit völlig entrissen, überaus authentisch und vor allem sehr ehrlich. Vielleicht werden wir mit IANVA eine Renaissance der großen Leidenschaften, der wahren Menschen aus Fleisch und Blut erleben. "Disobbedisco!" ist mit all seinen dichtgefüllten Tonspuren und seiner wunderschön und meisterlich nostalgischen Gestaltung ein in sich vollständiges Werk, das in der oft benannten Ambivalenz des Archäofuturismus wurzelt. Der "Comandante" wäre entzückt gewesen.



 
Roy L. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» IANVA
» Gabriele d'Annunzio
» L'Impresa di Fiume

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