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Tony F.

HEKATE: Die Welt der dunklen Gärten


HEKATE: Die Welt der dunklen Gärten
Genre: Neofolk
Verlag: Auerbach...
Vertrieb: Soulfood
Erscheinungsdatum:
Juni 2011
Medium: CD
Preis: ~15,00 €
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Lange hat man auf ein neues Album von HEKATE warten müssen. Nach dem letzten Album „Goddess“ und diversen Umbesetzungen – SUSANNE GROSCHE und INGO MÜLLER verließen die Band – kehrte jedenfalls erst einmal Ruhe ein. Man beschäftigte sich mit Solo-Projekten und AXEL MENZ war mit ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO viel live unterwegs. Erst auf dem Mithras Garden Festival 2008 fand die Band in ihrer heutigen Besetzung – wieder mit der zurückgekehrten SUSANNE GROSCHE – auf die Bühne zurück.

Nach einigen Verzögerungen liegt nun auch ein neues Studiowerk von HEKATE vor, das – so kann man an dieser Stelle bereits sagen – die Rückkehr auf jeden Fall rechtfertigt. Hatte man zu „Goddess“-Zeiten noch die Befürchtung, die Band könnte in allzu elektronische Gefilde abwandern, so kann man erleichtert feststellen, dass HEKATE wieder einen Sound zelebrieren, der schon immer etwas zwischen den Stühlen (Neo-)Folk, Mittelaltermusik, Liedermachertum und sogar Gothic-Anschlussfähigkeit saß. Hieraus zu schließen, die Band hätte sich nicht entwickelt, geht dabei allerdings fehl.

Schon vom ersten Stück an, dem sanft treibenden „Byronic Hero“, wird deutlich, dass der manchmal etwas raue, direkte Klang von früher hinter ein ausgewogenes, vielschichtiges, durchdacht produziertes Soundbild zurückgetreten ist, an dem die Unterstützung von PATRICK DAMIANI (ROME) im Studio sicherlich einigen Anteil hatte. Vor allem der Gesang von SUSANNE GROSCHE und AXEL MENZ wird besser in das Klangbild eingebettet, wohingegen die für HEKATE typische druckvolle und abwechslungsreiche Percussion im Studio auf den Mix bezogen etwas gebändigt wurde, so dass ein insgesamt ausgewogenerer Klang entsteht. Die elektronischen Flächensounds sorgen dabei zumeist für das grundsätzliche Harmoniegerüst, wobei auch hier und da Akustikgitarren zum Einsatz kommen. So lugt das Album auch schon mal mit einem Auge zum Pop, was aber den Gesamteindruck nicht schmälern sollte.

Der Albumtitel „Die Welt der dunklen Gärten“ gibt dabei ein Konzept vom Suchen, vom Finden und dem Leben mit Erfahrungen vor, das durch das an DIEFENBACH angelehnte Coverartwork und das in den Kontext passende Stück „Per aspera ad astra“ untermauert wird. Überhaupt fällt das Album textlich wie musikalisch persönlicher und nachdenklicher aus.

Die musikalische Bandbreite bietet dabei allerdings jederzeit Abwechslung, wenn neben instrumental gehaltenen Stücken wie „Per aspera ad astra“ oder dem klerikalen „Sanctus“, der Schwenk zu mittelalterlichen Strukturen und Drehleierklängen wie bei „Die dunkle Wolke“ oder „Idilia Dubb“ gelingt und dazwischen vor allem die schon von Konzerten bekannten Stücke „In My Garden“, „The Present Day“ oder das hervorragende „Seelenreise“ zu begeistern vermögen, wobei jederzeit das Können und der Ideenreichtum der Rhythmusgruppe, die souverän alle Register bis hin zu Weltmusikanklängen zieht und seit jeher eine Stärke der Band war, beeindrucken. Die Songideen und starken (Gesangs-)Melodien haben zudem das Zeug, den Hörer regelrecht in das Album hineinzuziehen.

HEKATE melden sich also mit einem kompakten und stimmigen Album zurück, das ohne Leerlauf auskommt und sogar im Gegenteil absolut überzeugt und die Hoffnung schürt, dass es so in etwas kürzerer Zeit weitergehen kann.


 
Tony F. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» Hekate-Homepage
» Hekate auf Facebook

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Zusammenfassung
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Inhalt
Byronic Hero
Jardin d' Anaïs
In My Garden
Seelenreise
Sanctus
Die dunkle Wolke
Per aspera ad astra
Idilia Dubb
Oh du Welt der dunklen Gärten
Opportunity Of Time
The Present Day
Die blaue Blume
House Of God
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