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Michael We.

GAË BOLG: Petit Traité De Gymnosophie

Lalalalalaaaaa! Albern.


GAË BOLG: Petit Traité De Gymnosophie
Genre: Neofolk
Verlag: Le Cluricaun
Erscheinungsdatum:
April 2010
Medium: CD
Preis: ~15,00 €
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Aaaaaaaah!

So, das musste erst einmal raus. "Petit Traité De Gymnosophie" ist nämlich so anstrengend, dass ich nach einem Durchgang mit den Nerven am Ende bin und Kopfweh habe. Die Varianz, welche den Vorgänger "Petite Introduction Aux Pratiques Des Gymnosophes" mit diversen Livesongs und Remixen noch auszeichnete und (sehr) erträglich machte (NONPOP-Besprechung), fehlt nun völlig. Eine ähnliche Betitelung deutet zwar auf Kontinuität hin, aber wo die Zusammenstellung noch glänzte, scheint das jetzt nachfolgende Vollzeitalbum von GAË BOLG nur die schlechten Tugenden mitgenommen zu haben.

Während der ersten Takte war ich mir sicher, aus Versehen eine CD von ELÄKELÄISET erwischt zu haben. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich mag die finnischen Polkalieder, stelle mich auf wodkagetränkten Spaß ein und habe ebensolchen. Dass Ex-SOL INVICTUS-Trompeter ERIC ROGER nur noch Kasperletheater spielt, hätte ich dagegen nicht erwartet. Schrill und billig klingen die Instrumente, humta humta utz utz. Vor allem die Anfangsstücke haben durchweg den Charme einer Kirmesorgel. ROGER singt immer wieder im nervtötenden Falsett, begleitet von den üblichen Pauken und fanfaresken Synthesizern. Ganze Textpassagen bestehen aus nichts anderem als "Lalalalalaaaaa!", und ich muss oft an die 70er-Jahre-Marionetten der AUGSBURGER PUPPENKISTE denken ("Blechbüchse Roll!"), die prima im Takt dazu hampeln und den Kiefer bewegen könnten.
Ganz und gar peinlich wird es, wenn die ohnehin unbarmherzig durchstampfenden Rhythmen auch noch von Technosounds angeführt werden, wie in "Héros De Paille" (5). Eine erste, unabhängig von ihrer Qualität wohltuende Unterbrechung liefert das siebte Stück "Scories", auch wenn es nur aus ein paar mönchischen Vocals im Hintergrund und einer irren Predigt besteht. Einen Hinweis darauf, was GAË BOLG auch sein kann, liefert ausgerechnet der letzte, elfte Track: Dezente Begleitung durch Orgel und Spinett, die Geschwindigkeit nur halb so verrückt, die Trompete klar und der schmetternde Gesang gedämpft. Einzig an dieser Stelle kommt die typisch historische, altertümliche und wehmütige Atmosphäre auf, die das französische Projekt auf anderen Alben schon ausgezeichnet hat.

Wiederum beteiligt, wie schon auf dem vorangegangenen Minialbum, sind OMNE DATUM OPTIMUM und die französische Schriftstellerin LISE N., von der offenbar die Texte stammen, die auch in dem bonbonfarbenen Booklet abgedruckt sind, welches so schrill ist wie das ganze Album. Viel zu bombastisch und unangenehm schmetternd kommt "Petit Traité De Gymnosophie" daher. KLAUS NOMI feat. JIM KNOPF und DR. ALBAN, einfach nur noch albern. ERICH, zieh' diesen furchtbaren Bademantel aus und mach' wieder gescheite Musik.

PS: Ich lege dieses Album in die Ecke und warte lieber auf die nächste Veröffentlichung von 23 TRUBLION 23. Der Livetrommler von GAË BOLG beschreitet offenbar genau den umgekehrten Weg, von 'schrill' hin zu 'normal'. Er hat mit seinem jüngsten Album "Cheval Pyromane" – hier auf NONPOP besprochen – positiv überrascht.


 
Michael We. für nonpop.de


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Kommentare
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Lalalala la-la-la
Kundentrennbalken (03-04-2010, 18:10)
Ich bin enttäuscht. Immerhin: Das letzte Lied ist wirklich ein Lichtblick. Die Rezi trifft leider voll ins Schwarze!

Zusammenfassung
ERICH, zieh' diesen furchtbaren Bademantel aus und mach' wieder gescheite Musik. Dieses Album ist anstrengend, schrill und albern. Einzig der letzte Track bietet ein wenig der typisch historischen Atmosphäre von GAË BOLG. Schade, das vorangegangene Minialbum war viel besser.

Inhalt
01. Bonjour Chez Vous
02. Compter les Pingouins
03. Illusion Référentielle
04. Danse Des Gymnosophes
05. Héros De Paille
06. Miel En Mortadelle
07. Scories
08. La Princesse Aux Petits Pieds D’Argile
09. Prison
10. Femme, Oiseau, Étoile
11. Complainte Du Fou
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