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Fields Of Sunset III

Kirlian Camera, Siderartica


Fields Of Sunset III
Kategorie: Spezial
Wörter: 862
Erstellt: 04.05.2003
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Autor: Axel

Daß es auch wunderbare und besondere Konzertnächte im Norden Deutschlands zu erleben gibt, ist wohl nicht zuletzt ein Verdienst der Organisatoren des FIELDS OF SUNSET Festivals, welches nun bereits in dritter Folge, diesmal am 2. Mai diesen Jahres in Rostock/Osthafen mit SIDERARTICA und KIRLIAN CAMERA stattfand.
Angelockt durch die gelungene Veranstaltung im vergangenen Jahr in Burg Stargard, begaben wir uns bei herrlichem Wetter am späten Nachmittag auf eine völlig staufreie Autobahn, um, den faden Nachgeschmack irgendwelcher Maikrawalle hinter uns lassend, so zeitig in Rostock anzukommen, daß uns noch Zeit blieb, einen Ausflug nach Warnemünde an den Ostseestrand zu unternehmen und einmal kurz die herrliche Seeluft einzuatmen ...

Derart gestärkt blickten wir voller Vorfreude dem anstehenden Konzertereignis mit SIDERARTICA und KIRLIAN CAMERA entgegen und wurden nicht enttäuscht!
Der Direktive zur Örtlichkeit auf dem Flyer folgend, fanden wir uns schnell auf einem Gelände wieder, welches sicher nicht zu den Schmuckstücken der Hansestadt Rostock gehört, allerdings mit seinem morbiden Charme durch Industriebaracken, alte Zäune und weite Betonplätze als Ambiente genau richtig schien.
Vor dem Klub in einem langgestreckten Gebäude konnten wir unschwer vorwiegend schwarze Gestalten erkennen, die geduldig vor der Tür und auf dem Parkplatz warteten.

Fast pünktlich, gegen 21.30 Uhr gings rein, vorbei an verschiedenen Verkaufs – und Merchandisingständen gelangte man in einen kleinen Saal mit Bar und Bühne, auf der bereits die Utensilien der Bands nebst dem obligatorischen KC – Banner aufgebaut waren.
Die nette Bedienung am Tresen, Kerzen sowie auch die relative Enge des Konzertraumes sorgten bald für eine äußerst gemütliche und intime Klubatmosphäre, die mit dem zunehmenden Andrang im Raum die Stimmung der Leute schnell anhob. Ein Blick zum Eingang verriet, daß es tatsächlich richtig voll werden würde, was wohl auch an der im Vorfeld versprochenen und limitierten CD-R im 3" Format lag, die für die ersten 200 Gäste im Eintrittspreis enthalten war und exklusive Stücke der beiden Formationen des Abends enthält.
Zu vergessen ist aber sicherlich nicht, daß KIRLIAN CAMERA es offensichtlich stets schaffen, verdientermaßen genügend Publikum anzuziehen.

Etwa um 23.00 Uhr, der Saal war mit rund 200 Leuten sehr gut gefüllt, einzelne Pfiffe der Ungeduld waren bereits zu vernehmen, erschienen SIDERARTICA.
Bereits im Herbst letzten Jahres war das offizielle Debualbum dieses Nebenprojektes von Elena, der KC - Sängerin erschienen und ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich es weder besitze noch bisher gehört habe. Denn, auch wenn die Nähe zum „Mutter" – Projekt KIRLIAN CAMERA durch die hauptsächlich elektronisch – rhythmische Präsenz erkennbar ist, offenbarte sich mir bei diesem, exklusiven, weil wohl allerersten Konzert dieser Gruppe ein sanfteres, melodischeres, bisweilen hypnotisches Spiel mit dieser Art von Musik.
In viel Nebel und blaues Licht getaucht bot Elena, elegant, mit wundervollem Kleid und sehr selbstbewußt, eine vielleicht sehr weiblich geprägte Form dunkler elektronischer Popmusik mit zeitlosem Charakter.

Ihre Begleitung bestand aus dem Keyboarder von KC und einem Gitarristen, der seinem Instrument mittels einiger raffinierter Effekte sehr schöne, psychedelisch anmutende Klänge und Akkorde zu entlocken vermochte.
Toller und gelungener Auftritt! Die freudige Reaktion des Publikums ließ nicht lange auf sich warten.

Nach einer knappen Stunde, ein paar Leute waren bereits in Tanzlust versetzt, endete dieses Konzert und nach kurzer Pause erschien der Hauptact, welcher mit Jubel und Applaus begrüßt wurde.

Eigentlich hatte sich nur Angelo Bergamini hinzugesellt, aber die unvermeidlichen Masken aller Vier bedeuteten dem Zuschauer, daß es nun ernst wurde und KIRLIAN CAMERA die Bühne betraten.
Während verzerrte Filmsequenzen im Hintergrund abgespielt wurden, legten sie nach dem vertrauten Intro aus der „Schmerz" LP ungewohnt brachial los.
Die leichte Imageveränderung, die KC meiner Meinung nach durchlebt haben, ist der Band sehr gut bekommen. Sicher, beinahe stoisch, geschlossener im äußeren Auftreten, so waren sie mir bereits im letzten Jahr in Burg Stargard und in Leipzig beim WGT aufgefallen. Und so erschienen sie auch diesmal.
Keine Frage, KIRLIAN CAMERA sind zeitlos, immer wieder erfrischend. Der Erfolg beim Publikum gibt ihnen recht und es ist wahrlich traurig, mit welchen Problemen diese Gruppe immer wieder zu kämpfen hat, wie mir Angelo im Nachhinein erneut versichert hat ...

Geboten wurden alle Klassiker, „The Desert Inside", „Heldenplatz", natürlich der Evergreen " Fields Of Sunset" und, und und ... .
Die Stimmung im Publikum war riesig, es wurde getanzt, gejubelt, geschwitzt, die Luft war heiß, Elena in neuem Kleid und weicher Stimme einmalig und betörend! Vier Zugaben, darunter „Solaris" und diese knackige Arpeggioversion von „Erinnerung", erst dann entließen die Zuschauer die sichtlich erschöpfte Band, die selbst sehr gerührt zu sein schien.

Fazit: Noch ein KC – Konzert von der sehr guten Sorte, abgesehen von ein oder zwei offensichtlichen Problemen mit dem Monitormix, die aber für den Zuhörer ganz unerheblich waren, sowie die schöne Einstimmung durch SIDERARTICA.
Zahlreiche, z.T. recht tanzwütige, dankbare Zuschauer, die sich an der subtropischen Luft im Saal kaum zu stören schienen.
Keine „Antifa" – Blockaden oder ähnliche Versuche! Warum auch? Und schließlich die freundlichen Organisatoren dieses kleinen Festivals, die dafür gesorgt haben, daß man noch gern an dieses frühsommerliche Ereignis zurückdenken wird und sicherlich schon jetzt insgeheim auf ein weiteres FIELDS OF SUNSET IV in diesem Stile hofft ...

Danke an Enrico für die Freundlichkeit sowie Volker (ES) für die Bilder.


 
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