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Tony F.

DESIDERII MARGINIS: Thaw


DESIDERII MARGINIS: Thaw
Genre: Dark Ambient
Verlag: Zoharum


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Mit „Thaw“ legt JOHAN LEVIN von DESIDERII MARGINIS eine Zusammenstellung vor, die zumeist rare Tracks aus seiner bisherigen Karriere beinhaltet. Hierbei handelt es sich um eine Auswahl von Compilation-Tracks, also um Stücke, die allesamt bereits erschienen sind – unveröffentlichtes Material ist nicht enthalten. Damit das Ganze für den Hörer allerdings spannend bleibt, wurden Beiträge wie „Equinoxe“ und „Equinoxe II“ ausgewählt, die bisher lediglich digital erschienen sind. Zudem ist mit den drei Beiträgen zur Split-Veröffentlichung „Lost Signals From Unknown Horizon“ aus dem Jahr 2004 ein besonderer Leckerbissen enthalten, da diese Veröffentlichung damals nur auf CD-R und auch nur in sehr begrenzter Auflage erschienen ist. Daneben gibt es aber auch Material des recht bekannten, vielleicht sogar legendären COLD MEAT-Samplers „The Absolute Supper“ von 1997 – also noch aus seligen COLD MEAT-Tagen – oder der nicht gerade gesuchten Zusammenstellung „Abnormal Beauty“.
Da die Stücke bis ins Jahr 1997 zurückreichen, kann der Hörer die Entwicklung von DESIDERII MARGINIS hervorragend nachvollziehen – eine innere Bindung der Stücke ist naturgemäß nicht vorhanden. Vor allem zeigt es sich, dass der heutigen, klanglich perfekten, aber dafür manchmal etwas zu glatten Produktion eine doch erkennbar rauere und dynamischere Klanggestaltung in früheren Jahren vorausging, die deshalb aber auch etwas mehr Charme besaß.  Um auf den Leckerbissen der „Lost Signals From Unknown Horizon“-Stücke zurückzukommen: Gerade „Animation“ und das packende „Forlorn“ kommen mit einem deutlich industrielleren Touch als heute daher, weisen Reibungspunkte und damit Spannungselemente auf, sodass eine Wiederveröffentlichung dieser Stücke sicherlich einen Sinn ergibt. Eine ähnliche Dynamik weist auch „Chaos Undivided“ auf.  Aber auch „Untitled“ von der wohl eher unbekannten Zusammenstellung „Untitled - A Tribute To Zdzislaw Beksinski“, das mit seinen Klavier- und Gitarrenklängen an ein älteres, instrumentales ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO-Stück erinnert, gehört zu den Höhepunkten des Albums. Einzig das erst 2012 erschienene "The Sleep of Reason Produces Monsters" von der „Behind The Canvas Of Time“-Compilation hätte man aus meiner Sicht hier nicht schon wieder verbraten müssen. Da hätte sich eher noch so manches andere Stück angeboten. 

Wie immer verhält es sich bei solchen Zusammenstellungen so, dass der Hörer anhand schon vorhandener Tonträger abwägen muss, ob sich eine Anschaffung lohnt. Sollten die hier extra herausgehobenen Stücke bereits im Plattenschrank schlummern, so ist – je nach Vertrauen in den Tonträger CD-R – eine Anschaffung sicherlich zu überdenken, da „Equinoxe“ und „Equinoxe II“ als Beispiele für noch nicht physisch veröffentlichte Stücke aus meiner Sicht eine Anschaffung alleine nicht rechtfertigen. Ansonsten kann man hier als Dark Ambient-Fan eigentlich nicht all zu viel falsch machen.

 
Tony F. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» DESIDERII MARGINIS @ Facebook

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