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DERNIERE VOLONTE: Immortel


DERNIERE VOLONTE: Immortel
Genre: Synthiepop
Verlag: HauRuck!
Vertrieb: TESCO


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Mag es der Spaß am Seitenprojekt POSITION PARALLELE oder das Zeitgeist-Erkennen gewesen sein, Geoffroy D sagt jedenfalls dem so genannten „Military Pop“ (erst einmal?) Adieu und begibt sich lieber komplett in die musikalisch weitaus lichteren Gefilde des Electro-Retro-Sounds. Was sich auf dem vier Jahre alten Vorgänger „Devant Le Miroir“ ja schon angedeutet hat, wird auf „Immortel“ mit einnehmendem Homerecording-Charme konsequent umgesetzt. Analoge Klänge, leicht nachvollziehbare Song- und Melodie-Strukturen und ein hingehauchter Gesang – fertig ist das, was man heutzutage gerne als Minimal-Wave bezeichnet und was als Underground-Pendant des immer noch erfolgreichen 1980er Revivals gilt.

Eingerahmt von den flächigen Instrumentals „Ici Bas“ und „Au Loin“ offerieren DERNIERE VOLONTE auf ihrem fünften Studioalbum ein Füllhorn leicht verdaulicher Musikkost, die sie allerdings höchst routiniert nie ins Belanglose kippen lassen. Immer wieder suggerieren dunklere Elemente und die in sich gekehrte Stimme, dass es hier dann doch um mehr gehe als nur um eingängige Songs, zu denen es sich zuweilen trefflich in klassischer Gothicmanier tanzen lässt. Und auch wenn dieses Konzept, wie etwa bei „Le Plus Secret“, nicht immer vollständig funktioniert – Chapeau für solcherlei Geschick.
Aber trotzdem wissen DERNIERE VOLONTE natürlich genau, dass sie damit allein bei ihren alten Fans nicht gänzlich durchkommen werden. Und so wirft man sich denn zudem bei Stücken wie „Maintenant“, „A Jamais“ oder dem Titelstück „Immortel“ noch mal in eine etwas kämpferischere Pose – wobei es letztlich dann aber auch nur bei einer Pose bleibt. Man will ja schließlich den homogenen Gesamteindruck nicht zerstören. Trotzdem, der Erwartung ist irgendwie Genüge getan und wenn er nicht gänzlich auf die martialischen Elemente früherer Tage fixiert ist, dürfte sich auch der Altfan bei diesem Album recht wohl fühlen.

Dass mich „Immortel“ mitunter an die frühen Werke von OMD erinnert, mag meiner musikalischen Sozialisation geschuldet sein, aber trotzdem kann man es durchaus wagen, bei Szenegesprächen über dieses Album so ganz nebenbei das verpönte Wort „Pop“ fallen zu lassen. Natürlich noch recht weit entfernt vom Mainstream, aber doch so angelegt, dass sich auch in Ufernähe einige interessierte Hörer finden lassen können. Diese Mitnahmementalität wird bei dem einen oder anderen Hardcore-Subkulturisten zwar erst mal Unbehagen hervorrufen, aber was soll‘s, unterhaltsam ist sie allemal. Insofern: ein gelungenes Album.


 
rak für nonpop.de


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