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Tony F.

DER BLUTHARSCH AND: Wish I Weren't Here

...THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND


DER BLUTHARSCH AND: Wish I Weren't Here
Genre: Psychedelic Rock
Verlag: WKN
Vertrieb: TESCO
Erscheinungsdatum:
März 2019
Medium: CD / LP
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Gut anderthalb Jahre nach dem letzten Album „What Makes You Pray“ legen DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND mit „Wish I Weren’t Here“ nach, wobei in der Zwischenzeit u.a. auch noch eine Zusammenarbeit mit WHITE HILLS realisiert wurde. 

Im Vorfeld der Veröffentlichung wurde bereits ein Video zu „O Lord“, dem offiziell letzten und wohl auch besten Stück des Albums veröffentlicht. Um den Sound des gesamten neuen Albums zu beschreiben, bietet es sich aber an, die beiden letzten Alben „What Makes You Pray“ und „Joyride“ mit in die Betrachtung einzubinden. Zu bemerken ist dabei, dass der Elektronikanteil im Vergleich etwas reduziert wurde. Auch der in Teilen verstärkt instrumental wirkende Charakter von „What Makes You Pray“ wurde zugunsten von mehr gesangsorientierten Stücken variiert. Anklänge aus „The Wolvenest Sessions“ und „Desire“, eben jener Zusammenarbeit mit WHITE HILLS, hallen dafür im neuen Werk deutlicher wieder. Dies allerdings auch zu Lasten der Berücksichtigung von soundtrackartigen Klängen, die auf den letzten beiden Alben definitiv zu begeistern wussten. 

Insgesamt setzt sich somit ein in sich verwirbelter, psychedelischer Rocksound durch, der auf den typischen rumpeligen Gesamtsound als Mittel und auf Bilder von vernebelten und entgrenzten Jamsessions setzt. Neben dem bereits erwähnten „O Lord“ mit seiner herrlichen Gitarrenfigur, bei dem man sich auch gut eine etwas längere Version hätte vorstellen können, bleiben aber vor allem der Opener „Evil“, der mit zunächst schleppenden, verwaschenen Electrobeats beginnt, bevor sich die typische „Wall of sound“ schwergroovend nach vorne schiebt, sowie das Titelstück „Wish I Weren’t Here“ im Gedächtnis. Letzteres beginnt zunächst verhalten mit hintergründig, flächigen Sounds über dem der Sprechgesang von MARTHYNNA liegt, bevor das Stück nach etwas über drei Minuten die Bremsen löst und deutlich Fahrt aufnimmt. 

Überhaupt sind auch verstärkt einige eher flotte Rocker wie „Make Me See The Light“ oder „He Is Here“ an Bord. Leider gibt es auf dem Album aber auch den einen oder anderen Leerlauf zu verzeichnen. Das ist immer dann der Fall, wenn wie bei „All One"  oder „My Soul Rests Free“ die Stücke zu sehr wie reine und etwas ziellose Ergebnisse von Jam-Sessions wirken und zusätzlich auch beim Gesang ein weiterer Take nicht von Nachteil gewesen wäre. Aber auch anderswo fehlen hier und da Ideen bzw. zwingend aufgebaute Atmosphären. Insofern bleibt bei „Wish I Weren’t Here“ insgesamt ein etwas zwiespältiger Eindruck zurück bzw. man schafft es letztlich nicht, an den letzten Alben vorbeizuziehen.                  

 
Tony F. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» Der Blutharsch Homepage

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Evil
Wish I Weren`t Here
All One
Make Me See The Light
Just Because I Can
My Soul Rests Free
Forgotten
He Is Here
O Lord
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