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Michael We.

COLLECTION D'ARNELL-ANDREA: Another...

...Winter. Ein wundervolles Dark Wave-Echo


COLLECTION D'ARNELL-ANDREA: Another...
Genre: Dark Wave
Verlag: Trisol
Erscheinungsdatum:
22.02.2019
Medium: CD
Preis: ~14,00 €
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Ich hätte schon gar nicht mehr damit gerechnet. Aber das französische Kollektiv um JEAN-CHRISTOPHE D'ARNELL und CHLOÉ ST LIPHARD bringt mit "Another Winter" tatsächlich noch ein neues Album raus. Und was für eines! Obwohl der hälftige Namensgeber, PASCAL ANDRÉA, die COLLECTION noch vor dem ersten Auftritt verließ, heißt das Projekt seit der Gründung im Jahr 1986 so. Eine Dark Wave-Band im besten Sinne, die im Laufe ihrer 33 Jahre vieles ausprobiert hat: Klassische Bezüge, Heavenly Voices, Kriegsthematiken, Naturromantik. Das erste Studioalbum seit neun Jahren scheint nun alles zu vereinen, wirkt ein wenig wie ein überarbeitetes, modernisiertes Selbst. Oder ein Vermächtnis all dessen, was COLLECTION D'ARNELL-ANDREA ausmacht.

Viele Vergleiche sind in den vergangenen Dekaden gefallen, oft mit DEAD CAN DANCE und COCTEAU TWINS, hier treffen sie voll und ganz zu. Entspannter, semi-synthetischer Dark Wave, wie BRENDAN PERRY mit etwas zurückhaltendenderen Vocals, im passenden Wechsel Mann / Frau. Händische Trommeln, Gitarren, Klavier und Streicher sorgen für Flow und Rhythmus. Dazwischen erinnert der wunderbar klare, oft französische (dann weibliche) Gesang an frühere Alben (insbesondere den ewigen Klassiker "Les Marronniers", Besprechung). Die Instrumentierung voluminös, ohne zu übertreiben, drängt sich dem Hörer entgegen. Auffallend sind die neofolkigen, teils mächtigen Trommeln und die leichten Melodien, was nicht negativ, sondern ganz und gar bewundernd gemeint ist.

Eine schwelgerische, treibende Angelegenheit im Wechsel zwischen Französisch und Englisch. Die Texte eher stimmungsvoll, nachdenklich und nicht historisch. Wer noch mehr Vergleiche braucht: SAINT ETIENNE oder die ähnlich alten und wirklich auch ähnlich klingenden Norweger von BEL CANTO fallen mir ein. Ein moderner, weicher und klarer Winter, ohne viele Schnörkel, ausbalanciert zwischen synthetisch und organisch. Ein wundervolles Echo.

 
Michael We. für nonpop.de


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Zusammenfassung
Eine schwelgerische, treibende Angelegenheit im Wechsel zwischen Französisch und Englisch. Der perfekte, weiche und klare (titelgebende) Winter, ohne viele Schnörkel, ausbalanciert zwischen synthetisch und organisch. Ein wundervolles Dark Wave-Echo.

Inhalt
01. By The Pond
02. Pangs Of Severance
03. Le Jour Venu
04. Les Blés-Océans
05. The Grief Of Waves
06. The Shadow Of A Flower
07. Barks Of Rime
08. Les Bancs De Sable
09. Des Étangs En Exil
10. Another Winter
11. Les Périssoires
12. Saules Sans Voix

~ 61 min.
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