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Michael We.

Angespielt: SANFORD PARKER und KHALDERA

Aktuelle Besprechungen in Kürze


Angespielt: SANFORD PARKER und KHALDERA
Kategorie: Spezial
Wörter: 474
Erstellt: 07.08.2016
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SANFORD PARKER: Lash Back
MY PROUD MOUNTAIN, Juli 2016, CD



SANFORD PARKER ist ein rühriger und in den USA sehr bekannter Produzent und Musiker. In Kooperation mit SCOTT KELLY als MIRRORS FOR PSYCHIC WARFARE haben wir ihn hier auf NONPOP neulich vorgestellt. An den Reglern kümmert er sich hauptsächlich um extreme Metal-Spielarten wie Doom, auch als Bassist und Sänger ist und war er in ähnlich gelagerten Bands (zum Beispiel MINSK oder NACHTMYSTIUM) tätig. Mit "Lash Back" veröffentlicht er nun das erste Album unter eigenem Namen. Ein "Score zum Autofahren" sollen die sechs Songs sein, was meiner Meinung nach zu einem ziemlich aggressiven Fahrstil führen würde.

Die Stücke bleiben rein instrumental, beginnend mit einem düsteren Schaben und metallenem Scheppern, was beides in Richtung Industrial führt. Nach zwei Minuten untermalt ein blechernes Schlagzeug die Szenerie, es folgen wummernde, melodiöse Synthie-Drones – das erinnert mich insgesamt sehr an die Musik von AUTHOR & PUNISHER. Ein wuchtiges, rhythmisches Gebilde, droniger Synthie-Metal mit Noise, oder so. Eher noisig geht es weiter, mit längeren Dark Ambient-Passagen. Es rauscht und tuckert, an allen Reglern wird gedreht, um verzerrte Frequenzen zu erzeugen, und ab und zu schlägt eine stoische Basstrommel. Insbesondere "Low Gaps" (04) ist ein donnerndes Gewitter, mit "Your Feral Blood" (05) findet das Album seinen Höhepunkt in einem dröhnenden Rhythmusfeuerwerk. Mit diesen beiden Stücken weist die zweite Hälfte des Albums mehr Dramatik und Struktur auf als die erste.

Die Mischung aus Rhythmus, Samples, Drones, Krach und Metal-Elementen kommt extrem mächtig rüber. Spannend – und dann auch gut für Autofahrten vorstellbar – finde ich insbesondere die Stücke mit prägnanten Beats. Hier gewinnt "Lash Back" an Wucht und Drive und überbrückt auch einige weniger aufregende Abschnitte.

KHALDERA: Alteration (EP)
CZAR OF CRICKETS, August 2016, CD



Zwei Gitarren, ein Bass und ein Schlagzeug. Auch diese Band bleibt rein instrumental. Die vier Musiker von KHALDERA stammen aus der Schweiz und improvisieren wohl regelmäßig und stundenlang zusammen. Drei Tracks, die sich aus diesen Improvisationen entwickelt haben, finden sich nun auf der Debüt-EP "Alteration". Genrebestimmung: Vieles ist möglich, ich würde sowas wie Psychedelic Stoner Ambient vorschlagen.

Tatsächlich beginnt die EP eher wie düsterer Ambient, mit industriellen Gongs und mechanischem Scheppern – bis die Bassgitarre einschlägt. Es entwickelt sich ein rollendes und donnerndes Stoner-Gewitter, welches sich Schicht um Schicht auftürmt, sehr direkt und nah. Auf eine immer wieder schleppende Art und Weise sind die Stücke melodiös und wuchtig, Wiederholungen in variierten Schleifen haben etwas Manisches. Das dritte und letzte Stück bleibt ruhiger, wirkt oft sehr psychedelisch mit seinen pfeifenden Drones, der händischen Percussion und einer zerrenden Gitarre.

Sehr elegant, und mit der Abwechslung hin zum dritten Stück auch gut vorstellbar für ein komplettes Album.

 
Michael We. für nonpop.de



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