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Tony F.

ATRIUM CARCERI: Codex


ATRIUM CARCERI: Codex
Genre: Dark Ambient
Verlag: Cryo Chamber
Erscheinungsdatum:
September 2018
Medium: CD / LP
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Drei Jahre ist es nun her, dass SIMON HEATH das letzte ATRIUM CARCERI Album namens „Metropolis“ veröffentlicht hat, wobei es in der Zwischenzeit natürlich Zusammenarbeiten auf Albumlänge mit den Projekten CITIES LAST BROADCAST – deren Ergebnis mich ehrlicherweise nicht uneingeschränkt zu begeistern wusste - oder HERBST 9 –hier das ganz gut gelungene „Ur Djupan Dal“ Album -  gegeben hat. 

Mit „Codex“  entführt SIMON HEATH den Hörer allerdings ein weiteres Mal in seine ganz eigene Welt aus Mystizismus, gewaltigen alten Städten und Technik und kreiert wieder einmal einen cineastischen, tiefgestaffelten und vielschichtigen Soundtrack, der nicht übertrieben düster oder abgründig ausfällt aber dennoch zu packen weiß. Im Vergleich zum Vorgänger „Metropolis“ treten dabei vermehrt verhallte und verwaschene Pianoklänge auf, die sich durch das erste Drittel des Albums ziehen und später in den beiden letzten Stücken wiederkehren. Dafür wurden Chöre deutlich zurückhaltender eingesetzt und auch die „Spoken-Word“-Passagen von „Metropolis“ fehlen. 

Dennoch bleibt der typische Sound von ATRIUM CARCERI erhalten. Neben einer interessanten und abwechslungsreichen Soundauswahl, die keinerlei Langeweile induziert, werden im Hintergrund hier und da  wie üblich unterstützende Fieldrecordings und Samples platziert. Zudem gelingen SIMON HEATH immer wieder ungemein plastische und griffige Sounds wie der Bass in „Path Of Fallen Gods“, die einem geradezu aus den Boxen entgegenkommen. Gerade dieser Track ist auch ein gutes Beispiel für den teils drängenden Charakter mancher Stücke. Klackernde Rhythmuselemente oder dumpfes Pochen sorgen für eine gewisse Unruhe. 

Höhepunkt ist in dieser Hinsicht wohl „Sacrifice To The Machine“, das flott nach vorne geht und leicht bombastische Elemente aufweist. Hätte SIMON HEATH hier noch etwas draufgelegt, dann hätte es locker für die Cold-Meat-Disco reichen können – man denke an Acts wie SEPHIROTH. An und für sich dominieren aber eher die zurückhaltenderen, fließenden Klangbauten und gerade die immer wieder auftauchenden Piano-Figuren rücken das Werk Richtung Soundtrack für das Kopfkino. SIMON HEATH zeigt hier wiedermal, dass er ein Händchen für einen gelungenen – quasi erzählerischen Spannungsbogen bei seinen Alben hat, wie auch seine gelungenen Arbeiten seines Projekts SABLED SUN immer wieder beweisen. 

„Codex“ ist für den erwartungsvollen Dark-Ambient Hörer auf jeden Fall ein hervorragend produziertes, spannendes Werk geworden, bei dem man gerne gewillt ist, sich in den Winkeln der Welt von SIMON HEATH zu verlieren.      

 
Tony F. für nonpop.de


Verweise zum Artikel:
» ATRIUM CARCERI @ Facebook

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Zusammenfassung
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Inhalt
The Void
From Chasms Reborn
The Seer
A Memory Lost
The Empty Chapel
Path Of Fallen Gods
The Ancient City
Sacrifice To The Machine
The Maze
A Hunger Too Deep
The Citadel
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