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rak

AI PHOENIX: The Light Shines Almost ...


AI PHOENIX: The Light Shines Almost ...
Genre: Folk Pop
Verlag: Glitterhouse...
Vertrieb: Indigo


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Ja, das Trio aus dem norwegischen Bergen beherrscht es tatsächlich, dieses Hinwerfen von kleinen, tröstlich-melancholischen Nachtperlen.
Was 1997 mit klassischen 4-Track-Aufnahmen begonnen hat, bewegt sich auch heute noch in einem Referenzumfeld zwischen VELVET UNDERGROUND und FELT. Nur akustischer. Minimalismus als klassisches Stilmittel der Introvertierten eben. Den Albumtitel „The Light Shines Almost All The Way“ als Credo vorantragend (wobei das Schlüsselwort eindeutig „almost“ ist), schweben sie über den schmalen Grat zwischen bitter und süß. Und erzeugen mit ihren elf Liedern eine fast hypnotische Wirkung, der man sich wirklich nur mit Kalkül entziehen kann. Diese sanfte Mischung aus Folk, Pop und Lo-Fi-Rock, die flüsternden Stimmen von MONA MØRK und PATRIK LUNDBERG, die unaufdringlich schönen Melodien, die kleinen Geschichten – all das weiß einen einzunehmen. Und – und darin besteht für mich die Faszination dieses Albums – am Ende auch wieder loszulassen. Man nimmt einfach eine 38minütige Auszeit, hängt seinen Kopf in eine wohlig-wehmütige Gedankenwolke und pustet sie danach mit einem guten Gefühl wieder weg.

Wie es sich für ein Lo-Fi-Album gehört, umweht die Stücke natürlich immer ein Hauch des Unfertigen. Hier wird sich wahrlich nicht um das Zurschaustellen von Virtuosität bemüht, sondern sympathisch offen mit Unzulänglichkeiten gespielt. Daran ändert auch die stattliche Zahl von sechs Mitmusikern nichts. Die Frage, ob dies nun mit tatsächlich limitierten Fähigkeiten zu tun hat oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Mehr Produktion hätte AI PHOENIX definitiv nur geschadet. Und wenn sich denn die Stimmen, wie etwa in „Peter Pan“, mitunter ihre Gesangslinien suchen oder die Gitarre verträumt-minimalistisch vor sich hin schrammelt, dann schafft das Nähe und Authentizität. Und genau darum geht es bei dieser Art von Musik. Das Große können sie ruhig anderen überlassen, die kleinen Momente sind mindestens genauso wichtig.


 
rak für nonpop.de



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